Töten von männlichen Küken vor Bundesverwaltungsgericht

Küken schreddern

Töten von männlichen Küken vor Bundesverwaltungsgericht

  • Verstößt Kükentötung gegen Tierschutz?
  • Klagen aus Gütersloh und Paderborn
  • Urteil für 23. Mai angekündigt

Das Bundesverwaltungsgericht in Leipzig beschäftigt sich ab Donnerstag (16.05.2019) mit Klagen von Geflügelbetrieben aus den Kreisen Gütersloh und Paderborn. Die Betreiber wehren sich stellvertretend für zahlreiche Brütereien gegen ein Tötungsverbot männlicher Eintagsküken.

Tötungsverbot in NRW seit 2013

Millionen männlicher Küken der Legehuhnrassen werden jährlich mit Gas getötet. Sie liefern keine Eier, ihre Aufzucht ist teuer und niemand will sie essen, weil sie zu wenig Fleisch ansetzen. Dass sie getötet werden, halten nicht nur Tierschützer für einen Verstoß gegen das Tierschutzgesetz. 2013 untersagte deshalb das Land Nordrhein-Westfalen die Tötung.

Tierschutz contra Wirtschaftsinteressen

2016 hatte allerdings das Oberverwaltungsgericht Münster im Berufungsverfahren entschieden, dass das Töten von Eintagsküken mit dem Tierschutzgesetz vereinbar sei.

Nun muss das höchste deutsche Verwaltungsgericht im Revisionsverfahren abschließend entscheiden, was schwerer wiegt: Tierschutz oder wirtschaftliche Interessen. Die Leipziger Richter wollen das Urteil am Donnerstag, dem 23.05.2019 verkünden.

Stand: 16.05.2019, 14:55