EVAs entlasten Hausärzte

Erfolgreiche EVAs

EVAs entlasten Hausärzte

Von Katja Brinckhoff

  • EVA bedeutet Entlastende Versorgungsassistentin
  • Fortbildung seit 10 Jahren
  • Unterstützung für Ärzte
  • Sicherung der Patientenversorgung

Katja Haas arbeitet als Entlastende Versorgungsassistentin in der Hausarztpraxis ihres Mannes in Erndtebrück. Als EVA darf sie zum Beispiel Blut abnehmen und Blutuntersuchungen durchführen, die Wundversorgung übernehmen und Medikamentenpläne kontrollieren.

Als EVA auf Hausbesuch

Erfolgreiche EVAs

"Früher ist mein Mann die Hausbesuche gefahren", erzählt Katja Haas. "Inzwischen gibt es immer mehr Patienten. Viele Hausarztpraxen schließen. Es ist nicht mehr möglich, dass mein Mann auch noch die Hausbesuche machen kann."

15 Patienten besucht Katja Haas an einem Tag. Sie kümmert sich um Menschen, die bettlägerig sind oder in Altenheimen wohnen. "Unsere Arbeit wird immer mehr nachgefragt. Es ist nicht mehr wichtig, ob der Arzt oder eine EVA kommt. Hauptsache es kommt überhaupt jemand", weiß Katja Haas aus Erfahrung.

Grenzen der entlastenden Leistungen

In der Praxis bespricht Katja Haas noch am gleichen Tag die Ergebnisse ihrer Hausarztbesuche. "Für die Diagnose und die Therapie der Patienten ist der Hausarzt weiter verantwortlich", erklärt Dr. Oliver Haas. Eine EVA darf nicht eigenmächtig entscheiden, dafür ist der Arzt zuständig.

Erfolgreiche EVAs 03:16 Min. Verfügbar bis 11.04.2020

10-jähriges Jubiläum

Seit zehn Jahren können sich Angehörige medizinischer Berufe zu EVAs ausbilden lassen. Mehr als 1.000 Medizinische Fachangestellte, Arzhelferinnen und Krankenpfleger in Westfalen-Lippe haben das Zertifikat seitdem erworben. Die Qualifizierung umfasst je nach Berufserfahrung mehr als 270 Stunden.

Stand: 11.04.2019, 11:58