Chaos durch Elterntaxis in Menden

Zwei Schulkinder zwischen Autos

Chaos durch Elterntaxis in Menden

  • Schulwege wurden länger
  • Eltern nicht immer rücksichtsvoll
  • Kinder lernen Schulbus zu nutzen

Weil immer mehr Eltern ihre Kinder bis vor die Schultür fahren, ist die Verkehrssituation für Grundschüler unübersichtlich und gefährlich. In Menden sind die Wege für viele Kinder länger geworden, weil Grundschulen zusammengelegt wurden. Die Folge: noch mehr Elterntaxis.

Grundschulkinder steigen in Schulbus ein

Sie lernen Schulbus fahren

Autos, die mal eben anhalten, damit Kinder aussteigen können, versperren anderen die Sicht. Dann wollen die Eltern schnell weiter und fahren oft zu nah und nicht besonders rücksichtsvoll an anderen Schülern vorbei. Immer wieder kommt es zu gefährlichen Situationen.

Im Märkischen Kreis wurden 2016 bei 24 Schulweg-Unfällen acht Kinder schwer verletzt. Gegenüber dem Vorjahr hat sich die Zahl dieser Unfälle verdoppelt.

Polizei: Mehr Kinder sollten mit dem Bus fahren

Grundschulkinder im Schulbus

Na bitte, geht doch!

Das ließe sich vermeiden, wenn mehr Kinder den Bus nehmen würden. Davon ist die Polizei überzeugt. Doch so mancher Grundschüler ist noch nie Bus gefahren - und die Eltern trauen es den Kindern nicht zu. Daher übt die Polizei in Menden mit Kindern und Eltern nun richtiges Warten, Ein- und Aussteigen und das Verhalten am und im Bus.

An der Straße vor der Albert-Schweitzer-Grundschule hat die Verkehrswacht einen Kasten aufgehängt, der Autofahrern die Geschwindigkeit anzeigt. Die Kinder stehen auf dem Gehweg und fiebern mit jedem Auto mit. Fährt es Tempo 30 oder langsamer? Dann wird es vom Ortspolizisten angehalten - und die Kinder bedanken sich mit einem selbst gebastelten Smily. Wer zu schnell ist, bekommt eine Ermahnung.

Stand: 11.10.2018, 08:07