Landgericht Detmold schafft Papierakten ab

Symbolbild: Hängeregister mit einer Vielzahl von Akten

Landgericht Detmold schafft Papierakten ab

  • Mitarbeiter scannen 1.200 Seiten täglich
  • Seit zwei Jahren in der Pilotphase
  • Richter können Akten zuhause bearbeiten

Das Landgericht in Detmold schafft für zivile Verfahren die Papierakte ab. Anträge, Anwaltsschreiben und Gerichtsentscheidungen werden ab sofort nur noch in elektronischer Form bearbeitet.

Noch schieben Wachtmeister zwei Mal täglich auf den Gängen des Landgerichts Aktenwagen von einem Büro zum anderen. Das werde sich mit der Abschaffung der klassischen Papierakte bald ändern, erklärt ein Sprecher des Gerichts am Dienstag (04.06.2019). Spätestens in drei Jahren werde es für Zivilverfahren nur noch die elektronische Akte geben.

Elektronische Akte gilt auch für Anwälte

Dann seien auch Rechtsanwälte verpflichtet, für Schriftstücke ein elektronisches Postfach zu benutzen. Durch die Digitalisierung könnten Richter die Akten von zuhause aus bearbeiten und signieren.

Papierakten werden gescannt

Derzeit glüht am Landgericht der Scanner. Mitarbeiter scannen 1200 Seiten täglich. Detmold ist eines von sechs Landgerichten in NRW, dass die Umstellung seit zwei Jahren ausprobiert.

Stand: 04.06.2019, 17:04

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