Kampf gegen Eichenprozessionsspinner in OWL-Städten

Das Bild zeigt einen Eichenprozessionsspinner.

Kampf gegen Eichenprozessionsspinner in OWL-Städten

  • Tiere auch 2020 großes Problem
  • Schon jetzt mehr Nester als im vergangenen Jahr
  • Bielefeld und Gütersloh besonders betroffen

Die Kommunen in Ostwestfalen-Lippe gehen jetzt gegen den Eichenprozessionsspinner vor. In Städten wie Bielefeld und Gütersloh wurden schon jetzt mehr Nester gefunden als im ganzen Jahr 2019.

Mehr Nester in Bielefeld

Seit drei Wochen sind die Umweltämter im Einsatz und lassen die Nester von Schädlingsbekämpfern entsorgen: vor allem in bewohnten Bereichen, in Parks, an Schulen, Kindergärten, Rad und Wanderwegen. Allein in der Stadt Bielefeld gibt es jetzt schon so viele Nester wie im ganzen vergangenen Jahr.

Starke Ausbreitung im Kreis Gütersloh

Baumpfleger in Dortmund saugt in Schutzkleidung ein Nest des Eichenprozessionsspinner mit einem Industriesauger ab

Auch im Gütersloher Stadtgebiet sind deutlich mehr Orte mit Raupen des Eichenprozessionsspinners ausgemacht worden. Die Tiere hatten sich 2019 vor allem im Kreis Gütersloh stark vermehrt. Im Frühjahr hat die Stadt Harsewinkel deshalb für 100.000 Euro Geräte angeschafft, um die Nester zu entfernen. Die Schaumgeräte eignen sich dazu, die Nester zu vernichten und die Brennhaare zu binden. Im Jahr 2019 wurden hier über 150 Nester entfernen.

Die Eichenprozessionsspinner haben giftige Härchen, die bei Haut- oder Schleimhautkontakt allergische Reaktionen sowohl bei Menschen als auch bei Tieren auslösen können.

Giftige Raupen: Eichenprozessionsspinner auf dem Vormarsch Servicezeit 12.05.2020 03:47 Min. UT Verfügbar bis 12.05.2021 WDR Von Laura Czech

Stand: 04.06.2020, 07:00