Kampf gegen Eichenprozessionsspinner

Traktor besprüht Eichen mit einem Biozid

Kampf gegen Eichenprozessionsspinner

Autofahrer auf der A31 müssen von Dienstag (30.04.2019) an mit Verkehrsbehinderungen rechnen. Der Landesbetrieb Straßen NRW bekämpft im Westmünsterland die Raupen des Eichenprozessionsspinners.

Für den präventiven Einsatz wird jeweils der rechte Fahrstreifen der A31 gesperrt. Der Kampf gegen die Raupen entlang der Autobahn soll knapp eine Woche lang dauern. Die Schädlingsbekämpfer wollen sich zuerst die Parkplätze an der Autobahn vornehmen, dann die freie Strecke zwischen Bottrop und dem Münsterland.

Staus auf der A31 möglich

Mit Sprühfahrzeugen fahren die Mitarbeiter des Landesbetriebs im Schritttempo die befallenen Bäume an. Dazu muss im jeweiligen Bereich die rechte Fahrspur gesperrt werden, in zweispurigen Bereichen kann es dann zu Stau kommen.

Vor einem Baum steht ein roter Tracktor der den Baum mit Flüssigkeit besprüht

Die Arbeiten sind für die kommenden fünf Tage geplant. In diesen Tagen schlüpfen die Raupen, deshalb werden jetzt viele Eichen mit Bakterien besprüht.

Eichenprozessionsspinner (Thaumetopoea processionea) Raupe

Die Härchen des Eichenprozessionsspinners sind gefürchtet, weil sie Haut und Atemwege reizen. Ganz selten können auch allergische Schockreaktionen auftreten.

Prävention auch in vielen Städten

Zahlreiche Kommunen setzen darum in ähnlicher Weise auf Prävention. In Münster, Ahaus oder Bocholt werden jeweils hunderte Bäume mit Bioziden besprüht. Kritik daran gibt es vor allem von Umweltschützern. Sie fürchten, dass auch andere Raupen durch die Bakterien vernichtet werden.

Stand: 30.04.2019, 18:37