Beteiligter an E-Scooter-Unfall stellt sich Polizei

Unfall mit E-Scooter in Bad Lippspringe

Beteiligter an E-Scooter-Unfall stellt sich Polizei

  • Beteiligter Autofahrer stellt sich nach Unfall der Polizei
  • 65-Jähriges Unfallopfer außer Lebensgefahr
  • Kein Zusammenhang mit aktuell zugelassenen E-Tretrollern

Ein 65 Jahre alter Fahrer eines dreirädrigen E-Scooters war am Sonntag (23.06.2019) in Bad Lippspringe (Kreis Paderborn) verunglückt. Der Mann habe wegen eines abbiegenden Autos stark bremsen müssen und sei dabei zu Fall gekommen, teilte die Polizei Paderborn mit. Er erlitt lebensgefährliche Verletzungen und musste in ein Krankenhaus gebracht werden.

Mutmaßlicher Unfallverursacher stellt sich

Der beteiligte Autofahrer entfernte sich von der Unfallstelle, stellte sich aber am Montagnachmittag (24.06.2019) der Polizei. Die Ermittlungen zum Unfallhergang und zum Verdacht der Fahrerflucht dauern weiter an, sagte ein Polizeisprecher am Dienstag (25.06.2019).

Der E-Scooter-Fahrer sei inzwischen außer Lebensgefahr, teilt die Polizei mit. Er hatte einen Schutzhelm getragen.

Kein Zusammenhang mit neuer Verordnung

Erstmals stellte die Polizei am Dienstag klar, dass es sich bei dem Fahrzeug des Unfallopfers um ein führerscheinpflichtiges Modell gehandelt hat. Es hat drei Räder und ist für eine Höchstgeschwindigkeit von 45 Kilometern pro Stunde zugelassen. "Ein solcher Unfall hätte auch schon vor einem Jahr passieren können", so ein Polizeisprecher.

Zunächst hatte es geheißen, der Unfall in Bad Lippringe sei einer der ersten folgenschweren Vorfälle seit Inkrafttreten der Verordnung Mitte Juni.

Langsame "Steh"-Roller seit Mitte Juni auf Radwegen

Nach Inkrafttreten einer Verordnung über die Teilnahme von Elektro-Kleinstfahrzeugen am Straßenverkehr Mitte Juni gab es in Deutschland bereits erste Zulassungen für E-Tretroller. Sie dürfen zwischen 6 und 20 Kilometer pro Stunde schnell fahren und müssen eine Lenk- oder Haltestange haben.

Vorgeschrieben sind auch zwei Bremsen, Licht und eine "helltönende Glocke". Gefahren werden dürfen sie ab einem Alter von 14 Jahren, eine Helmpflicht gibt es nicht. Fahren müssen sie auf Radwegen. Gibt es keine, darf es die Fahrbahn sein.

Stand: 25.06.2019, 17:10

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