Drogenlabor in Pr. Oldendorf: zwei Festnahmen

In diesen Behältern in Preußisch Oldendorf lagern Substanzen für Drogen. Sie werden abgebaut.

Drogenlabor in Pr. Oldendorf: zwei Festnahmen

  • Ermittlungen nach Drogenlabor-Fund
  • Polizei durchsucht Wohnungen
  • Ein Verdächtiger in Untersuchungshaft

Mehr als zwei Monate nach dem Fund eines der größten Drogenlabore Deutschlands Ende April in Preußisch Oldendorf (Kreis Minden-Lübbecke) hat die Polizei zwei Tatverdächtige ermittelt. Sie seien bereits am vergangenen Donnerstag nach einer Durchsuchung vorläufig festgenommen worden, teilten die Polizei und die Staatsanwaltschaft Bielefeld am Dienstag (09.07.2019) mit.

"Die bisherigen Ermittlungen erhärteten den Verdacht, dass beide Personen an der Ausstattung und Einrichtung des Drogenlabors beteiligt waren", teilten die Ermittler mit. Einer der Männer, ein 37-Jähriger aus Preußisch Oldendorf, sitzt in Untersuchungshaft. Der andere, ein 29-Jähriger aus Rödinghausen (Kreis Herford), sei nach seiner Vernehmung mangels Haftgrundes entlassen worden.

Durchsuchungen in Rödinghausen und Preußisch Oldendorf

Zuvor hatten Beamte der Ermittlungskommission Limberg mehrere Wohnungen und Geschäftsräume in Rödinghausen und Preußisch Oldendorf durchsucht.

Die Feuerwehr war beim Löschen eines Kabelbrandes in einer unscheinbaren Lagerhalle Ende April auf Tonnen von Chemikalien gestoßen. Die Ermittler gehen davon aus, dass in der 650 Quadratmeter großen Halle Amphetamine für Drogen wie Speed hergestellt wurden.

Stand: 09.07.2019, 10:28