Drogen per Post: Münsterland wird zum Umschlagplatz

Briefkasten der deutschen Post

Drogen per Post: Münsterland wird zum Umschlagplatz

  • Münsterland wird zum Umschlagplatz
  • 3.500 Postsendungen in zwei Jahren gefunden
  • Bestellungen über das Darknet

Der Drogenhandel über das so genannte Darknet nimmt im Münsterland zu. Die Region ist nach Einschätzung der Fahnder inzwischen zu einem Umschlagplatz geworden.

Allein in den vergangenen beiden Jahren wurden rund 3.500 Postsendungen mit Drogen beschlagnahmt, die über das anonyme Internet bestellt worden waren, berichtete die Staatsanwaltschaft Münster am Dienstag (10.07.2018).

Hintermänner in den Niederlanden

Die Bestellungen werden nach den Erkenntnissen der Ermittler von Hintermännern in den Niederlanden angenommen, die das Rauschgift verpacken, damit über die Grenze fahren und die Drogen-Briefe in deutsche Briefkästen werfen.

Kurze Wege über die Grenze

Offenbar gehen die Dealer davon aus, dass die Post in den ländlichen Gebieten entlang der Grenze wie zum Beispiel im Kreis Borken weniger streng kontrolliert wird. Von hier aus werden die Darknet-Drogen dann zu Empfängern in ganz Deutschland oder auch weltweit verschickt.

Stand: 11.07.2018, 07:55