Deutschlands größter Raubsaurier in Münsters Museum

Ein in Brauntönen gestreiftes Model eines Dinosauriers mit roter Schnauze

Deutschlands größter Raubsaurier in Münsters Museum

  • Saurier lebte vor 165 Millionen Jahren
  • Versteinerte Knochen dienten als Vorlage
  • Acht Wochen Arbeit für Fachfirma

Das LWL-Naturkundemuseum zeigt seit Mittwoch (05.02.2020) das lebensgroße Modell eines 165 Millionen Jahre alten Sauriers. Der Raubsaurier gilt als der größte, der vor Millionen von Jahren in Mitteleuropa beheimatet war. Als Grundlage für die lebensechte Rekonstruktion des acht Meter langen Raubtiers diente der Fund von versteinerten Überresten eines Dinosauriers in Ostwestfalen-Lippe.

Die versteinerten Knochen des Schädels, Zähne, Wirbel, Rippen sowie Teile des Unterschenkels waren vor 22 Jahren in einem Steinbruch im Wiehengebirge bei Minden gefunden worden. Damals wurde der Fund als Sensation gefeiert.

Modell aus dem 3D-Drucker

Rohform des Dinosauriermodells in der Werkstatt

Acht Wochen wurde an dem Modell gearbeitet

Für eine Nachbildung wurden der echten Knochen des "Wiehenvenator albati" (übersetzt: Albats' Wiehengebirgsjäger, benannt nach dem Finder Friedrich Albat) genaustens vermessen. Mit diesen Daten ist ein Modell im 3D- Drucker entstanden. Acht Wochen arbeitete eine Fachfirma an dem lebensechten Modell.

Museumsleiter hofft auf viele Besucher

Vitrine mit Original-Versteinerungen im Museum

Die fossilen Original-Knochen des Raubsauriers werden natürlich auch im Museum gezeigt

Der Münsteraner Museumsleiter Jan Ole Kriegs freut sich über das neue Modell: "Das Besondere an diesem Stück ist ja, dass es ein westfälisches Stück ist, also, es ist auch für ganz Europa besonders, es ist der größte Raubsaurier Mitteleuropas. Und wir wollen damit den Besuchern zeigen, was für eine Lebenswelt damals hier gewesen ist. Es ist für Paläntologen was ganz Tolles, also ein richtiges Highlight im Arbeitsalltag, und ich hoffe, auch für die Besucher."

Stand: 05.02.2020, 20:00