Digitalisierungsprobleme in Kommunalverwaltungen

Symbolbild: Digitalisierung

Digitalisierungsprobleme in Kommunalverwaltungen

  • Zwischenbilanz zu Modellvorhaben
  • Geld und Personal fehlt
  • Rechtssicherheit problematisch

Auf dem Weg zur Digitalisierung kommen auf die kommunalen Verwaltungen große Probleme zu. Diese Zwischenbilanz eines Modellprojektes hat Ibbenbürens Bürgermeister Marc Schrameyer gezogen.

Schon Ibbenbüren als mittelgroße Verwaltung und eine von landesweit drei Modellkommunen stoße bei dem Vorhaben schnell an Grenzen, so Schrameyer. Damit Behördengänge künftig nur noch per Mausklick erledigt werden können, müssten Bund und Land deutlich mehr Mittel zur Verfügung stellen. Es fehle an Geld und an Personal.

Digitalisierung droht zu scheitern

Vorderseite mit Haupteingang vom Rathaus in Ibbenbüren

Das Rathaus von Ibbenbüren

Auf 790 Verwaltungsstellen kämen in Ibbenbüren nur 8 EDV-Mitarbeiter, sagt Schrameyer. Wie sollen das kleinere Kommunen schaffen, fragt er sich. Zudem gebe es keine konkreten Handlungsanweisungen. Jede Kommune probiere eigene Wege aus.

Und manche Knackpunkte seien gar nicht gelöst: etwa wie Bescheide rechtssicher dem Bürger zugestellt werden könnten. So drohe die Digitalisierung grandios zu scheitern, fürchtet Schrameyer.

Bundesweites Modellvorhaben

Ibbenbüren ist neben Düren und Gütersloh eine von drei Modellkommunen E-Government des Bundesinnenministeriums in NRW - bundesweit gibt es davon acht. Ziel des Pilotvorhabens von 2014 war es, die Potenziale von E-Government auf kommunaler Ebene zu nutzen.

Stand: 29.12.2017, 13:41