Digitale Kirchen-Kerze in Zeiten von Corona

Digitale Kirchen-Kerzen

Digitale Kirchen-Kerze in Zeiten von Corona

Von Christina Jahnich

  • Kerze digital und real entzünden lassen
  • Viele Kirchen wegen Corona geschlossen
  • Idee stammt von Soesterin

In Zeiten von Corona ist es vielen ein Bedürfnis, eine Kerze in der Kirche zu entzünden: für die Liebsten, für Verstorbene, für Infizierte. Doch wegen der Pandemie sind viele Kirchen geschlossen. Da kommt eine Idee aus Soest wie gerufen, Kerzen übers Internet digital und auch real entzünden zu lassen.

Digitale Kirchen-Kerzen, Verena Hentschel, die Erfinderin

Verena Henschel hatte die Idee

Die Idee stammt von Verena Henschel. Die zweifache Mutter findet es ein schönes Ritual, eine Kerze anzuzünden. "Damit verbindet man ganz viel Positives", sagt sie. "Ich bringe ein Anliegen vor Gott, in der Hoffnung, dass es erhört wird. Und es tut mir gut." Gerade in der Krise.

"VeLight" hat sie ihre Plattform genannt. Die digitale Kerze per Handy zu bestellen und zu verschicken oder in sozialen Medien zu teilen, ist die eine Möglichkeit. Eine zweite ist, die Kerze auch tatsächlich in einer Kirche entzünden zu lassen.

Symbol für persönliche Anwesenheit

Im Soester Patrokli-Dom übernimmt Küster Georg zur Heiden diese Aufgabe. Pastor Ludger Eilebrecht freut sich für die Gläubigen, "dass ein Licht als Symbol für ihre persönliche Anwesenheit in der Kirche leuchten kann". Zumal viele Kirchenbesucher wegen ihres Alters zur Risikogruppe gehörten.

Gewinn wird gespendet

Auch in Werl, Möhnesee-Körbecke und Hamm zum Beispiel werden Kerzen "auf Bestellung" angezündet. Kostenlos ist das zwar nicht, aber der Gewinn wird in der Corona-Zeit gespendet, betont Verena Henschel. Zum Beispiel an soziale Einrichtungen in den Kirchengemeinden.

Stand: 06.04.2020, 09:07