Polizeieinsatz in Bocholt: Verräterische Spuren im Schnee

Symbolbild: Autoreifen im Schnee

Polizeieinsatz in Bocholt: Verräterische Spuren im Schnee

Zwei mutmaßliche Diebe haben in der vergangenen Nacht in Bocholt Spuren im Schnee hinterlassen und damit selbst dafür gesorgt, dass die Polizei sie ausfindig macht.

Laut Polizei kurvten der 41 Jahre alte Mann und seine 34 Jahre alte Begleiterin mitten in der Nacht im Auto durch Bocholt, dahinter auf einem Anhänger ein Motorboot. Das sahen zwei Polizeibeamte im Streifenwagen. Sie waren überzeugt, dass hier etwas nicht in Ordnung ist, und nahmen die Verfolgung auf. Doch sie verloren das Auto zunächst aus den Augen. Dann, plötzlich auf einer Straßenkreuzung entdeckten die Polizeibeamten den Anhänger mit dem Motorboot, er war abgekoppelt. Vom Fluchtauto fehlte in diesem Moment jede Spur. Fast jede Spur.

Reifenspuren im Schnee

Denn in der Nacht von Dienstag auf Mittwoch hatte es zum Teil heftig geschneit. Die Straßen in Bocholt waren mit Schnee bedeckt, und jeder, der darüber fuhr, hinterließ Spuren. Auch die beiden Flüchtigen in ihrem Auto.

Die Polizeibeamten folgten den Reifenspuren im Schnee bis zu einer Straßeneinmündung. Dort entdeckten sie das Fluchtauto, es war in den Graben gerutscht. Die beiden Insassen standen davor, unverletzt, aber wohl ziemlich genervt über das Ende dieser nächtlichen Tour.

Weitere Tatvorwürfe

Denn es blieb nicht bei dem Verdacht des Diebstahls eines Motorbootes. Der 41 Jahre alte Mann hinterm Steuer hatte laut Polizei keinen Führerschein. Außerdem soll er unter Drogeneinfluss gestanden haben. Und: Sein Auto war wegen nicht gezahlter Steuern zur Stilllegung ausgeschrieben. Was für ein Fahndungserfolg, dank Schnee im Frühling.

Stand: 07.04.2021, 17:40