14.000 Menschen demonstrierten in Bielefeld gegen Rechtsextremismus

Gegendemonstranten in Bielefeld

14.000 Menschen demonstrierten in Bielefeld gegen Rechtsextremismus

  • Demonstranten trafen am Landgericht aufeinander
  • 14.000 Bielefelder demonstrierten gegen Rechtsextremismus
  • Etwa 230 Anhänger der Partei "Die Rechte"

Etwa 230 Anhänger der Splitterpartei "Die Rechte" sind vom Bielefelder Hauptbahnhof über die vorgesehene Route am Rande der Innenstadt zum Landgericht gezogen. Der NRW-Verfassungsschutz sieht die Partei "Die Rechte" als "Sammelbecken für Neonazis" an.

Pit Clausen, Irith Michelsohn und André Kuper demonstrieren

Am Haupteingang des Hauptbahnhofs Bielefeld hatten sich die Gegendemonstranten versammelt, die von dort in die Innenstadt zogen. An ihrer Spitze Oberbürgermeister Pit Clausen, die Vorsitzende der Jüdischen Kultusgemeinde Bielefeld, Irith Michelsohn und NRW-Landtagspräsident André Kuper (Foto von links nach rechts). Auf dem Jahnplatz, mitten in der Innenstadt, trafen sich die Gegendemonstranten zu einer zentralen Kundgebung - insgesamt mehr als 14.000 Menschen, so die Polizei.

Demonstrationen am 09.11. in Bielefeld

In Bielefeld demonstriert am 09.11.2019 die Partei "Die Rechte". Gleichzeitig hat das "Bündnis gegen Rechts" zehn Gegenveranstaltungen angekündigt.

Schild mit Aufschrift: Ich bin so wütend, dass ich hier sien muss

Laut Polizei demonstrieren am 09.11.2019 mehr als 10.000 Menschen gegen Rechtsextremismus.

Laut Polizei demonstrieren am 09.11.2019 mehr als 10.000 Menschen gegen Rechtsextremismus.

An der Spitze der Demonstranten stehen Oberbürgermeister Pit Clausen (links), die Vorsitzende der Jüdischen Kultusgemeinde, Irith Michelsohn, der frühere CDU-Europaabgeordnete Elmar Brok, und der NRW-Landtagspräsidend André Kuper (CDU).

Der Widerstand gegen die Demo der Partei "Die Rechte" ist groß.

Am Hauptausgang des Bielefelder Bahnhofs haben sich gegen 12:30 Uhr am Samstag (09.11.2019) bereits mehrere hundert Gegendemonstranten eingefunden.

Viele haben den Humor nicht verloren.

Die Stimmung vor dem Haupteingang ist noch entspannt.

Anlass für die Demonstration der Partei "Die Rechte" ist der Geburtstag der verurteilten Holocaustleugnerin Ursula Haverbeck am 08.11.. Haverbeck ist in Bielefeld inhaftiert.

Gegen 13:30 Uhr setzt sich der Demonstrationszug der Splitterpartei "Die Rechte" mit etwa 170 Teilnehmern in Bewegung.

Bereits Stunden bevor der Demonstrationszug der Partei "Die Rechte" vor dem Landgericht eintrifft, haben sich Gegendemonstranten versammelt.

Im Bahnhof kontrolliert die Polizei. Die Demonstranten der Partei "Die Rechte" müssen zum Nordausgang des Bahnhofs.

An vielen Stellen sind in Bielefeld Banner und Aufschriften angebracht. Die Bürger bringen damit zum Ausdruck, dass die Splitterpartei "Die Rechte" und ihre Demonstranten in Bielefeld nicht willkommen sind.

Auch Firmen setzen Zeichen für die Demokratie.

Schon lange vor dem offiziellen Beginn der Demo sind die Bielefelder unterwegs

Vermutlich sind mehrere tausend Polizisten im Einsatz. Vor dem Bielefelder Landgericht steht ein Wasserwerfer der Polizei.

Bis zum Samstagvormittag (09.11.2019) war es noch ruhig in der Bielefelder Innenstadt. Die Polizei war bereits früh an vielen Stellen präsent. Absperrungen standen frühzeitig am Straßenrand, vor dem Bielefelder Landgericht war ein Wasserwerfer postiert. Ab Mittag waren dann mehrere Hauptverkehrsstraßen in der Innenstadt gesperrt.

"Bündnis gegen Rechts" bereitet sich vor

Demo in Bielefeld

Zeitgleich hatte sich das Bündnis gegen Rechts auf die Demonstrationen vorbereitet. Zehn Gegenveranstaltungen waren geplant. Außerdem hatten Bürger und Unternehmen bereits Banner und Schilder mit Aufschriften angebracht, wie "Kein Vergessen" und "Nie wieder Rassismus".

Stand: 09.11.2019, 18:45