Demo in Dülmen gegen Pflegenotstand

Mehrere Menschen, zum Teil im Rollstuhl mit Plakten

Demo in Dülmen gegen Pflegenotstand

  • Rund 50 Menschen demonstrieren
  • Pflegende wollen Zeichen setzen
  • Weitere Proteste sind geplant

Pflegende Angehörige wollen auf Missstände in der Pflege aufmerksam machen. Am Dienstagnachmittag (13.08.2019) wurde deshalb in Dülmen mit einer Demo ein Zeichen gesetzt.

Mehr als 50 Menschen auf den Straßen

Rund 50 Menschen haben sich an der Demo beteiligt, darunter auch Beschäftigte von Pflegediensten, Kinderheilstätten, Alten-Stiften und Behinderten-Einrichtungen aus Dülmen.

Ziel ist es, die Politik dazu zu bewegen, die Situation in der Pflege grundlegend zu verbessern. Die Menschen fühlen sich vom Staat im Stich gelassen. Sie müssen ihre gesamte Zeit opfern, um Angehörige zu pflegen und werden dabei kaum aktiv oder finanziell unterstützt.

Dülmen als Vorreiter

In NRW hat es am Dienstag nur in Dülmen diesen Protest gegeben. Zukünftig soll es so sein, dass immer am 13. eines Monats ein "Day For Care" stattfinden soll. Möglichst auch im Münsterland. Die "Pflege-Rebellen", wie sie sich selbst nennen, wollen also nach dem Vorbild der Fridays for Future-Bewegung regelmäßig mobilisieren und demonstrieren.

Stand: 13.08.2019, 13:59