Wander-Demo für den Erhalt des Teutoburger Waldes

Spaziergänger in einem Steinbruch

Wander-Demo für den Erhalt des Teutoburger Waldes

Von Katja-Corina Bothe

  • Rund 30 Hektar Wald werden gerodet
  • Absinken des Grundwasserspiegels befürchtet
  • "Pro Teuto" fordert bessere Kontrollen

Rund 200 Menschen haben sich am Sonntag (20.01.2019) an einer Demo-Wanderung für den Erhalt des Teutoburger Waldes beteiligt. Sie befürchten, dass dort, wo heute noch der Hermannsweg durch den intakten Waldmeister-Buchenwald führt, bald eine Art Mondlandschaft entsteht.

Auf rund 30 Hektar Fläche lässt die Firma Dyckerhoff Bäume fällen, um den Kalkabbau voranzutreiben. 75 Meter tief wird das Loch.

Teilnehmer fürchten um Naherholungsgebiet

Die Bürgerinitiative "Pro Teuto" und die Grünen im Kreis Steinfurt haben den Protestmarsch organisiert. "Unvorstellbar" finden viele der Teilnehmer die Umwandlung des Waldes in eine Abbaufläche. Der Teutoburger Wald ist das Naherholungsgebiet der Menschen im Tecklenburger Land.

Sie fürchten weitere Eingriffe, obwohl mit diesem Schritt die Rodungen abgeschlossen sein dürften. Denn rund um die geplante Fläche ist ein FFH-Naturschutzgebiet. Der europäische Schutzstatus verbietet unter normalen Umständen einen weiteren Eingriff in die Natur. Ab 2027 darf Dyckerhoff keine neuen Flächen verbrauchen.

Absinken des Grundwassers befürchtet

Spaziergänger in einem Wald mit einem orangefarbenen Holzkreuz

Rund 200 Spaziergänger beteiligten sich am Protestmarsch

Die Bürgerinitiative "Pro Teuto" und viele Einwohner Lengerichs sind außerdem besorgt um den Grundwasserspiegel durch die tiefen Grabungen. Auf dem Gelände befinden sich mehrere schützenswerte Kalktuff-Quellen.

Eigentlich war mit der Genehmigung für den Kalkabbau im Jahr 1999 gefordert worden, das Grundwasser durch ein dichtes Netz von Mess-Stellen zu kontrollieren. "Pro Teuto" bezweifelt, dass diese Auflage umgesetzt wird.

Stand: 20.01.2019, 16:45