Ostwestfalen-Lippe: Hotel- und Gaststättenverband zieht positive Bilanz

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Ostwestfalen-Lippe: Hotel- und Gaststättenverband zieht positive Bilanz

  • Umsatzplus von 6 Prozentpunkten
  • Zuwachs auf fast 7 Millionen Übernachtungen
  • Es fehlen Arbeitskräfte und Auszubildende

Der Hotel- und Gaststättenverband Dehoga in Ostwestfalen-Lippe hat am Montag (21.01.2019) eine positive Bilanz des vergangenen Jahres gezogen. Die Umsätze der mehr als 4.500 Betriebe in OWL stiegen auf knapp 1,7 Milliarden Euro. Das ist ein Plus von sechs Prozent. Auch Zahl der Übernachtungen ist gewachsen, auf rund 6,8 Millionen.

Super-Sommer sorgte für volle Kassen

Der lange, heiße Sommer bescherte den Gastronomen in OWL gute Umsätze, ebenso das Weihnachtsgeschäft. Für Verdruss im Sommer allerdings sorgte das frühe Ausscheiden der Deutschen Fußball-Nationalmannschaft bei der Weltmeisterschaft. Auch ärgern sich Gastronomen über Tischreservierungen von Gästen, die gar nicht oder deutlich verspätet erscheinen.

Im Gastgewerbe fehlen Arbeitsplätze

Eine der größten Sorgen - fehlende Arbeits- und Ausbildungskräfte - begründet Dehoga mit einem leer gefegten Arbeitsmarkt, geburtenschwachen Jahrgängen und der zunehmenden Akademisierung junger Leute. Gastronomische Betriebe müssten aufgrund des Personalmangels ihre Angebote anpassen, Öffnungszeiten verkürzen oder die Zahl ihrer Ruhetage erhöhen.

Gastwirte wollen flexiblere Arbeitszeiten für Beschäftige

Um Personal zu gewinnen, fordert der Hotel- und Gaststättenverband NRW ein flexibleres Arbeitszeit-Gesetz für insgesamt 48 Arbeitsstunden pro Woche. Derzeit dürfen Hotel- und Gastronomie-Mitarbeiter pro Tag maximal zehn Stunden arbeiten.

Stand: 22.01.2019, 15:05

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