Streit um genesene Corona-Patienten

Zwei Krankenpfleger, behandeln einen Patienten auf der Intensivstation

Streit um genesene Corona-Patienten

In Kliniken in Dorsten und Haltern liegen zur Zeit viele ältere Corona-Patienten, die nach Einschätzung des Klinik-Betreibers eigentlich zurück in ihre Pflegeeinrichtungen könnten.

Im gesamten Klinikverbund KKRN, zu dem auch noch Herten und Marl zählen, befinden derzeit knapp 140 Patienten in Isolation. Darunter seien außergewöhnlich viele ältere Patienten, "die gar nicht mehr stationär behandlungsbedürftig sind, die wir aber nicht mehr in Alten- und Pflegeheime verlegen können", sagt der Medizinische Geschäftsführer Dr. Andreas Weigand.

Weil nach der Genesung der zweite negative Coronatest fehle, verweigern Senioren-Zentren die Aufnahme, so die Darstellung des katholischen Klinikverbundes. Die Heime hätten Sorge vor neuen Corona-Ausbrüchen. Ihre Bewohner sollten deswegen die Quarantäne im Krankenhaus verbringen.

Personalprobleme

Die Klinikleitung verweist jedoch auf die hohe Belastung durch die Intensivpatienten und Corona-bedingte Ausfälle. Man habe aktuell weder ausreichend Personal, noch werde die Pflege entsprechend bezahlt.

Die Klinik will nun in Abstimmung mit der Bezirksregierung eine Sonderstation einrichten, eben für Corona-Fälle, die nicht mehr akut sind. Bei einer WDR-Stichprobe haben andere Kliniken des Münsterlandes mitgeteilt, dass sie die Problematik so nicht bestätigen können.

Stand: 23.12.2020, 09:10