Krankenhäuser planen Coronaimpfungen

Krankenhäuser impfen? 00:42 Min. Verfügbar bis 19.11.2021

Krankenhäuser planen Coronaimpfungen

Von Mike Külpmann

Die Krankenhausgesellschaft NRW bringt die rund 345 Kliniken im Land als Impfstandorte ins Gespräch. Vor allem die großen Häuser bieten alle nötigen Voraussetzungen.

Die rund 345 Kliniken in NRW wollen eine Rolle beim Einsatz des neuen Coronaimpfstoffs spielen. Das sagte die Krankenhausgesellschaft NRW dem WDR. Besonders die großen Häuser und Unikliniken böten dafür alle nötigen Voraussetzungen.

"Reinräume" entscheidend

offener Kühlschrank

Der Kühlschrank im St. Marienkrankenhaus in Siegen ist für den Corona-Impfstoff geeignet

Dazu gehört vor allem ein Kühlschrank, mit dem der Impfstoff bei mindestens minus 70 Grad gelagert werden kann. Außerdem sind so genannte "Reinräume" wichtig. Hier sorgen spezielle Filter für eine möglichst saubere Luft. Außerdem müssen Druck, Temperatur und Luftfeuchtigkeit regelbar sein.

In solchen Räumen könnte der Impfstoff portioniert und weiterverarbeitet werden. Besonders Unikliniken und forschungsnahe Einrichtungen verfügen über diese Voraussetzungen. Andere Krankenhäuser wie das Klinikum Hochsauerland oder Kliniken in Siegen wollen diese Möglichkeiten schaffen.

Zunächst eigene Mitarbeiter

Pfleger auf der Corona-Intensivstation

Krankenhausmitarbeiter sind die ersten Impfkandidaten

Dabei ginge es zunächst um das Impfen der eigenen Mitarbeiter. Besonders Ärzte und Pfleger, die Coronapatienten versorgen, würden als erste geimpft. Später könnten auch Risikopatienten und Bewohner von Senioren- und Pflegeheimen dazukommen.

Die Krankenhausgesellschaft NRW hatte in einer Umfrage die Möglichkeiten der Kliniken abgefragt, kurzfristig den neuen Corona-Impfstoff von Biontech lagern und verarbeiten zu können. Mit der Auslieferung der ersten Impfdosen wird frühestens Mitte Dezember gerechnet.

Stand: 19.11.2020, 16:01