Corona-Ausbruch in Schlachthof in Georgsmarienhütte

Außenfassade des Schlachtbetriebes.

Corona-Ausbruch in Schlachthof in Georgsmarienhütte

Nach dem Corona-Ausbruch in einem Schlachthof in Georgsmarienhütte ist die Zahl der infizierten Arbeiter weiter gestiegen. Die meisten wohnen in Unterkünften in Lienen, Tecklenburg und Lengerich.

Der Schlachthof muss jetzt bis Ende des Monats schließen. Von den insgesamt 300 Beschäftigten sind inzwischen mehr als 120 positiv auf das Corona-Virus getestet worden. Nach Angaben des Schlachthof-Betreibers habe man eine Impfquote von über 50 Prozent. Trotzdem habe sich das Virus schnell im Betrieb verbreitet. Der Landkreis Osnabrück untersucht den Vorfall jetzt.

Reiserückkehrer soll Virus mitgebracht haben

Der Betriebsleiter vermutet, dass ein einzelner Reiserückkehrer das Virus in den Betrieb getragen hat. Das haben Recherchen des NDR ergeben. Danach war der Betroffene positiv getestet worden und hätte eigentlich in Quarantäne gehen müssen. Aber weil er geimpft ist, habe er die Quarantäne für überflüssig gehalten. So sei das Virus in den Betrieb gelangt.

Sammelunterkunft als mögliche Infektions-Verbreiter

Ein Großteil der Mitarbeiter sind rumänische Werksarbeiter, die meisten von ihnen wohnen in Lienen, Tecklenburg und Lengerich. 89 sind positiv getestet. Das Gesundheitsamt Steinfurt befürchtet, dass sich die Zahl noch weiter erhöht: Es vergleicht derzeit die Namenslisten der Bewohner aus den Sammelunterkünften mit den Mitarbeiterlisten des Schlachthofes.

Dabei war aufgefallen, dass eine Apotheke in Lengerich acht positive Tests gemeldet hatte. Die Adressen wurden recherchiert und so kam heraus, dass alle acht Infizierten in der Sammelunterkunft wohnten.

Corona-Ausbruch in Schlachtbetrieb Lokalzeit Münsterland 15.09.2021 01:22 Min. Verfügbar bis 15.09.2022 WDR

Stand: 17.09.2021, 13:29