Zwangsunterbringung für Corona-Verdachtsfälle

Zwangsunterbringung für Corona-Verdachtsfälle

  • Betroffene halten Corona-Quarantäne nicht ein
  • Verdachtsfälle sollen in kontrollierte Unterbringung
  • Stadt Menden hat rechtlich keine Bedenken

Die Stadt Menden bereitet eine leerstehende Turnhalle vor, um dort - wenn nötig - Menschen unterzubringen, die sich nicht an die Coronavirus Quarantänevorschriften halten. Noch gebe es keinen akuten Fall, aber man wolle vorbereitet sein, sagt die Stadt.

Ein Arbeiter stellt Feldbetten in einer Turnhalle auf

Feldbetten werden in der Turnhalle aufgestellt

Hintergrund ist, dass Teams des Kreises in den vergangenen Tagen etwa 20 Prozent der Bürger nicht zu Hause antreffen konnten, die eigentlich unter Quarantäne standen und ihre Wohnungen nicht verlassen durften. Bei den Betroffenen waren Tests auf das Coronavirus geplant.

Turnhalle als Notfallplan

Die Stadt Menden sagt nun, dass man Personen, die unter Quarantäne stehen und sich nicht an diese Anordnung halten, auch gegen ihren Willen unterbringen wolle. Eventuell zunächst in einem Krankenhaus, wenn die Kapazitäten nicht reichen aber auch in der Turnhalle.

Rechtlich sieht man sich nach Einholung eines Gutachtens auf der sicheren Seite.

Stand: 26.03.2020, 16:18