Niederländische Corona-Patienten nach Münster geflogen

Ein Helikopter steht vor zwei Baukränen und dem UKM-Gebäude.

Niederländische Corona-Patienten nach Münster geflogen

Zum ersten Mal in der zweiten Welle der Corona-Pandemie sind am Freitag niederländische Patienten nach Deutschland verlegt worden, und zwar nach Münster.

Eigentlich hätte der Transport einige Stunden früher starten sollen, anfangs behinderte aber das schlechte Wetter den Start des Haubschraubers im niederländischen Almere. Am Mittag und am frühen Nachmittag trafen die beiden Patienten aus der Klinik in Almere dann aber per Hubschrauber in der Uniklinik Münster ein.

Viele Intensivbetten in den Niederlanden bereits belegt

Ein Krankenwagen steht neben einem Helikopter um den mehrere Menschen herumlaufen.

Am Freitagmittag landet der erste Patient in Münster

Durch die Verlegungen soll der Druck auf die niederländischen Intensivstationen gesenkt werden. Bereits fast jedes zweite Bett auf den dortigen Intensivstationen sei mit einem an Covid-19 erkrankten Patienten belegt, teilte das Koordinierungszentrum für die Verteilung von Patienten in Rotterdam mit. Am Donnerstag waren in den Niederlanden fast 9.300 Neuinfektionen innerhalb von 24 Stunden gemeldet worden.

Eine Zufahrt zu einem großen Gebäude

Die Uniklinik Münster nimmt erneut niederländische Patienten auf

Auch im Frühjahr waren Patienten aus den Niederlanden in deutsche Kliniken verlegt worden. Für die kommenden Wochen sind weitere Transporte von Patienten geplant. Nach jetzigem Stand finden diese Flüge frühestens Anfang nächster Woche statt.

80 Betten für Patienten aus dem Nachbarland

Nordrhein-Westfalen und Niedersachsen hatten angeboten, Patienten aus den Niederlanden zu übernehmen. Das Land verfügt zur Zeit über 1.150 Betten auf Intensivstationen. Allein Nordrhein-Westfalen hat rund fünfmal so viele. Für niederländische Covid-19-Patienten stellt NRW nun 80 Betten zur Verfügung.

Stand: 23.10.2020, 14:45