Luftwaffe fliegt Corona-Patienten ins Münsterland

Luftwaffe fliegt Corona-Patienten ins Münsterland

Am Flughafen Münster/Osnabrück ist am späten Freitagnachmittag ein medizinischer Hilfsflug der Bundeswehr gelandet. An Bord schwerkranke Corona-Patienten aus Bayern.

Die sechs Corona-Patienten waren in Memmingen im Allgäu an Bord des Bundeswehr-Airbus gebracht worden. Der Jet ist ein fliegendes Hospital. Für die sechs Intensivpatienten an Bord gab es spezielle Beatmungsplätze. Wie vorgesehen landete der Airbus gegen 17.30 Uhr am FMO in Greven.

Ziel sind sechs Kliniken in Westfalen

Die schwerkranken Menschen aus Bayern werden nun in sechs verschiedenen NRW-Kliniken behandelt, und zwar in Münster, Steinfurt, Bielefeld und Bünde. Sie haben sich zur Nothilfe bereit erklärt trotz der zum Teil angespannten Lage im eigenen Haus.

Weitere Flüge folgen

Der Flug von Memmingen ins Münsterland war der erste Corona-Hilfsflug der Bundeswehr innerhalb Deutschlands. Wie viele weitere es geben wird, ist nach Angaben des Verteidigungsministeriums noch unklar. Die Bundeswehr ist schon seit vielen Monaten an der Corona-Hilfe beteiligt. Sie unterstützt unter anderem die Impfkampagne mit Impfteams und Logistik, hat aber auch schon Patienten aus dem europäischen Ausland nach Deutschland geflogen, damit sie hier versorgt werden konnten. Nordrhein-Westfalen will zunächst 20 Patienten aus anderen Bundesländern aufnehmen.

Für Übernahme war Rechtsänderung nötig

Für die Übernahme der Patienten war eine Rechtsänderung notwendig, die von Landesregierung und Landtag am Freitag im Blitztempo verabschiedet wurde: Durch die Änderung des Infektionsschutzgesetzes können NRW-Krankenhäuser nun angewiesen werden, nach medizinischer Abwägung planbare Operationen zu verschieben, um Platz für schwer kranke Corona-Patienten auch von außerhalb zu schaffen.

Nur noch Notfallversorgung in zwei Kliniken Lokalzeit Münsterland 25.11.2021 02:29 Min. Verfügbar bis 25.11.2022 WDR Von Nicole Albers

Stand: 26.11.2021, 17:41