Luftwaffe fliegt Corona-Patienten von Bayern nach Paderborn

Flugzeug im Landeanflug

Luftwaffe fliegt Corona-Patienten von Bayern nach Paderborn

Sechs Corona-Intensiv-Patienten aus Süddeutschland sind am Freitagnachmittag per Flugzeug zur Behandlung nach NRW verlegt worden. Ziel war der Flughafen Paderborn-Lippstadt.

Der speziell für solche Transporte ausgerüstete Airbus der Bundesluftwaffe landete um 14.45 Uhr. Die Maschine war vom bayerischen Memmingen im Allgäu gestartet und brachte die sechs Corona-Intensivpatienten zur Versorgung nach Ostwestfalen, weil die Intensivstationen der Krankenhäuser in Süddeutschland überlastet sind.

Aufwendige Versorgung der Schwerkranken am Flughafen

Corona-Patienten werden am Flughafen Paderborn-Lippstadt verladen

Der Airbus parkte im größten Hangar, um die Schwerkranken bestmöglich weitertransportieren zu können

Die Leitung des Flughafens Paderborn-Lippstadt teilte am frühen Abend mit, der Transport und auch das Verladen der Patienten in die Rettungswagen sei gut gelaufen. Die Schwerkranken hätten den Transport im Flieger "den Umständen entsprechend gut überstanden".

Dazu war der Airbus A310 der Bundeswehr nach der Ankunft mit dem Bug voran im größten Hangar des Flughafens geparkt worden, um Patienten und medizinisches Personal beim Umladen möglichst vor Kälte und Wind zu schützen.

Regionalflughafen als Drehscheibe für Patiententransporte

Zahlreiche Rettungswagen warteten am Flughafen Paderborn auf die Corona-Kranken

Zahlreiche Rettungswagen am Paderborner Flughafen erwarteten die Corona-Kranken

Per speziellem Lift für den Transport von Kranken und Menschen mit Behinderung wurden die Intensivpatienten dann aus dem Flugzeug gehoben. Dabei wurden sie intensivmedizinisch eng betreut. Um 17 Uhr waren dann alle Rettungswagen vom Flughafengelände gefahren und auf dem Weg in die umliegenden Krankenhäuser. Anschließend wurde der Flughafenhangar desinfiziert.

Die Leitung des Flughafens Paderborn-Lippstadt betonte den Stellenwert des Airports in Krisen wie in der derzeitigen Pandemie: Wenn möglicherweise auch einmal Patientinnen und Patienten aus Ostwestfalen-Lippe und Umgebung zur Versorgung an andere Orte verlegt werden müssten, könne sich der Regionalflughafen als wertvoll erweisen, hieß es.

Stand: 03.12.2021, 19:55