Trotz Impfung: Corona-Ausbruch im Altenheim in Spenge

Corona-Ausbruch im Altenheim in Spenge

Trotz Impfung: Corona-Ausbruch im Altenheim in Spenge

23 Menschen haben sich in einem Altenheim in Spenge mit dem Coronavirus angesteckt. Fast alle Bewohner und 80 Prozent der Mitarbeiter sind geimpft.

Fast ein Drittel der 65 Bewohner hat sich in einem Altenheim in Spenge mit Corona infiziert. Am Sonntag waren neun positive Fälle bekannt, am Montag (18.05.2021) ist die Zahl auf 23 gestiegen. Dabei sind fast alle Bewohner längst geimpft.

Ein so großer Ausbruch hat den Spenger Hausarzt Marco Schwenker überrascht. Anfang des Jahres hatte er die Bewohner und die Mitarbeiter geimpft. Und fast alle Senioren und 80 Prozent der Mitarbeiter hatten sich impfen lassen.

Eine Impfung kann eine Infektion mit dem Corona-Virus jedoch nicht ausschließen. Und auch weitertragen kann ein Geimpfter das Virus unter Umständen noch.

Die Wahrscheinlichkeit, dass das Virus einen Geimpften krank macht und dieser COVID-19 bekommt, ist allerdings 95 Prozent niedriger (bei Impfstoff von Biontech/Pfizer) als bei nicht geimpften Personen, die ähnliche Voraussetzungen mitbringen wie Geimpfte, erklärt die WDR-Wissenschaftsredaktion Quarks.

Die infizierten Senioren haben maximal leichte Symptome

Das Heim in Spenge war zuvor gut durch die ersten Infektions-Wellen gekommen und Corona-frei geblieben. Die regelmäßigen Schnelltests schlugen nun als erstes bei zwei Mitarbeitern an, inzwischen sind drei positiv und einige Ergebnisse stehen noch aus. Für die Senioren gelten nun erstmal wieder strenge Hygienemaßnahmen: keine Besucher, keine Kartenspiele und keine Geselligkeit.

Heimleiter Michael Josef Clemens ist froh, dass die Infizierten bislang nicht schlimm erkrankt sind: "Im Großen und Ganzen geht es den Bewohnern gut. Es gibt einige leichte Symptome, wie Schnupfen, leichter Husten, Kopfschmerzen, Müdigkeit. Aber nichts ernsthaftes, was auf einen Krankenhausaufenthalt hindeutet."

Stand: 18.05.2021, 08:33