Containerterminal Kreuztal - schneller Zugang zur Schiene

Containerterminal Kreuztal - schneller Zugang zur Schiene

Von Gaby Rosenkranz

  • Containerterminal in Kreuztal eröffnet
  • Einziger Standort im Umkreis von rund 120 Kilometern
  • Großer wirtschaftlicher Vorteil für heimische Firmen ohne Gleisanschluss
  • Schnellster Weg für Frachten Richtung Süden

Gut zwei Jahre wurde an dem Containerterminal gebaut. Es ist für Unternehmen im Dreiländereck (NRW, Hessen, Rheinland-Pfalz) eine wichtige wirtschaftliche Investition, insbesondere für Firmen ohne eigenen Gleisanschluss. Sie mussten bisher über die Straße zu den bis zu 120 Kilometern entfernten Umschlagplätzen, zum Beispiel nach Köln oder Dortmund, fahren. Mit dem neuen Containerterminal haben sie jetzt einen schnelleren Zugang zum Schienengüterverkehr.

Containerterminal bringt Entlastung

Ein großer Gabelstapler beläd eine Lok

So ein Gabelstapler kommt auch in Kreuztal zum Einsatz.

Auf der Umschlaganlage werden unter anderem Container und Sattelauflieger umgeladen – von Lkw auf Züge und umgekehrt. Mit sogenannten Reach-Stackern – das sind überdimensional große Gabelstapler – läuft der Betrieb rund um die Uhr. Damit ist nicht nur den heimischen Unternehmen wirtschaftlich geholfen. Der Standort Kreuztal entlastet auch die Rheintalstrecke erheblich. Die Strecke von Kreuztal über Siegen soll künftig die schnellste Verbindung in Richtung Süden sein.  

Schallschutz für besorgte Anwohner

Anwohner hatten gegen das Containerterminal protestiert. Sie befürchten eine zu hohe Lärmbelastung. Auf einer Länge von etwa 300 Metern wurden an den Gleisen bis zu 13 Meter hohe Schallschutzwände gebaut.

Acht Millionen Euro hat die Umschlaganlage in Kreuztal gekostet. Betreiber sind die Kreisbahn-Siegen-Wittgenstein und der "Kombiverkehr Deutsche Gesellschaft für kombinierten Güterverkehr".

Stand: 14.09.2018, 11:59