Acht Jahre Haft: Mörder griff in Bielefelder Knast Häftling an

Vordereingang des Landgerichts Bielefeld

Acht Jahre Haft: Mörder griff in Bielefelder Knast Häftling an

  • Täter gilt als hoch gefährlich
  • das Motiv war Rache
  • Gericht ordnet Sicherungsverwahrung an

Im Prozess um einen versuchten Totschlag im Gefängnis hat das Landgericht Bielefeld am Freitag (14.12.2018) ein Urteil gefällt. Der Angeklagte muss acht Jahre in Haft. Das Gericht stufte den 53-Jährigen zusätzlich als hoch gefährlich ein. Deshalb ordnete es auch die Unterbringung in der Sicherungsverwahrung an.

Verurteilte drohte weitere Straftaten an

Der in China geborene deutsche Angeklagte sitzt bereits lebenslang im Gefängnis. Im Februar 2014 hatte er bei einem Amoklauf in Düsseldorf und Goch drei Morde, zwei Brandstiftungen und weitere schwere Straftaten begangen. In der Haftanstalt Düsseldorf drohte er dann, sich selbst und Bedienstete umzubringen.

Mithäftling verriet Pläne für Straftaten

Doch ein Mithäftling verriet die Pläne und der Angeklagte wurde in die JVA Bielefeld-Brackwede verlegt. Ausgerechnet hierhin kam später auch der Häftling, der den Angeklagten verraten hatte. Ihn wollte der 53-Jährige aus Rache töten. Dass er den Mithäftling nicht verletzen konnte, lag an der kräftigen Statur des Opfers.

Anklage plädierte auf Mord

Die Verteidigung des 53-Jährigen hatte eine Strafe wegen versuchter gefährlicher Körperverletzung beantragt. Die Anklage dagegen hatte auf versuchten Mord plädiert. Die Richter sahen die Mordmerkmale Heimtücke und niedrige Beweggründe jedoch als nicht erfüllt an.

Stand: 14.12.2018, 12:58

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