Explosion in Lüdinghausen - Camper angeklagt

Im Vordergrund stehen Campingwagen, im Hintergrund Feuer.

Explosion in Lüdinghausen - Camper angeklagt

  • Heftige Detonation auf Campingplatz
  • Zwei Wohnwagen und Holzhütte waren abgebrannt
  • Mehrere Menschen in Lebensgefahr gebracht

Nach der Explosion auf einem Campingplatz in Lüdinghausen hat die Staatsanwaltschaft am Dienstag (04.06.2018) Anklage erhoben. Sie wirft einem 55-Jährigen unter anderem versuchten Mord vor. Durch die von ihm herbeigeführte Explosion habe er den möglichen Tod mehrerer Campingplatz-Bewohner billigend in Kauf genommen.

Vorwurf: Gasflasche aufgedreht, Kerze angezündet

Der Mann soll Mitte März 2019 in einem von ihm angemieteten Wohnwagen eine Gasflasche aufgedreht und eine Kerze angezündet haben. Kurz darauf verließ er nach Angaben der Ermittler den Caravan, und dann explodierte das Gas-Gemisch auch schon.

Zwei Wohnwagen und ein Holzanbau gingen in Flammen auf. Zehn Bewohner des Campingplatzes mussten wegen des Verdachts auf Rauchvergiftung ambulant behandelt werden.

Festnahme noch auf dem Campingplatz

Gegenüber der Polizei habe der Angeklagte die Vorwürfe eingeräumt. Laut Staatsanwaltschaft hatte er in einer ersten Vernehmung hatte der 55-Jährige der Polizei gesagt, er sei in einer ausweglosen Lage und habe irgendwo im Ausland ein neues Leben anfangen wollen. Er war noch auf dem Campingplatz festgenommen worden; bei sich hatte er einen Rollkoffer und seinen Reisepass.

Stand: 04.06.2019, 11:49

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