Busfahren für 99 Cent am Tag in Ibbenbüren

An einem Busbahnhof steigen mehrere Passagiere in die dort stehenden drei Busse

Busfahren für 99 Cent am Tag in Ibbenbüren

  • Ticket kostet 360 Euro pro Jahr
  • Auslastung soll steigen
  • Günstigster ÖPNV-Tarif im Münsterland

Die Stadt Ibbenbüren führt zum 1. September 2019 ein besonders günstiges Busfahrticket ein. Damit können Fahrgäste im Stadtgebiet für 360 Euro im Jahr so viel Bus fahren, wie sie wollen. Umgerechnet entspricht das einem Tagespreis von 99 Cent für beliebig viele Fahrten in Ibbenbüren. An Wochenenden und Feiertagen dürfen ein weiterer Erwachsener und bis zu drei Kinder mit. Die kleinste Verkaufseinheit ist allerdings ein Halbjahresticket. Eine Tageskarte zum Preis von 99 Cent gibt es nicht.

Ratsbeschluss fiel einstimmig

Überwachung unvermeidlich? Bogestra-Busfahrer fristlos gekündigt

Auch die Stadt Bonn hat ein ähnliches Busticket eingeführt

Die Entscheidung für das subventionierte Ticket wird von allen Parteien getragen. Das "IBB-Ticket" ist Teil des Klimaschutzkonzeptes, mit dem die CO2- Belastung im Stadtgebiet um 20 Prozent reduziert werden soll.  Besonders Menschen aus entfernteren Ortsteilen wie Dörenthe oder Püsselbüren sollen mit dem verbilligten Busticket zum Umstieg auf den ÖPNV ermutigt werden. Die Stadt Bonn hatte ein ähnliches Ticket zum jährlichen Preis von 365 Euro im Januar eingeführt.

Mehr Menschen in die Busse

Vorderseite mit Haupteingang vom Rathaus in Ibbenbüren

Im Rathaus in Ibbenbüren herrscht Einigkeit zum neuen Ticket

Ibbenbürens Bürgermeister Marc Schrameyer ist zufrieden: "Wir haben zwei Jahre mit dem ÖPNV-Betreiber RVM verhandelt. Wir haben jetzt hoffentlich ein Modell gefunden, das Ibbenbüren keine großen finanziellen Opfer abverlangt. Und wirklich einen Mehrwert für die Bürger bringt." Die Stadt rechnet mit zusätzlichen Kosten von knapp 12.000 Euro pro Jahr. Es werde Zeit, dass auf den 19 Buslinien außerhalb der Schülerverkehre "nicht nur heiße Luft, sondern Menschen mitfahren."

Stand: 21.03.2019, 20:00

Kommentare zum Thema

7 Kommentare

  • 7 Heinrichs Florian 21.03.2019, 23:51 Uhr

    Ok verstanden. Das Angebot heisst also für " 99 Cent " am Tag busfahren.... Schön und gut aber wenn ich nicht jeden Tag busfahren werde und ich das schon vorher weiß vozu kann ich dann kein Tagesticket a 99 Cent kaufen sondern muss diese 360 Euro für ein Jahr bezahlen.... Feiertage muss man schon einmal abziehen weil die Busse ja dann nur eingeschränkt bzw. Nicht bis spät am abend fahren und dann fahren Sie ja auch nur 3 x am Sonntag das ist auch dann nicht richtig wenn ich zum Beispiel am Sonntag 4 x ein und austeigen muss. Also wieder mal ein leere große luftblase und auch nur Abzocke

  • 6 S. Weasel 21.03.2019, 19:55 Uhr

    Nachdem die Nachbargemeinde Einwohner über 65 Jahren das Bus fahren kostenlos ermöglicht endlich ein Schritt in die richtige Richtung. Nur Studenten können für knapp 400€/Jahr im gesamten Bundesland fahren. Der Weg zeigt schon mal in Richtung kostenfreien Nahverkehr. Alternativ, wenn man schon 20€ im Monat Zwangsgebühr für den Rundfunk zahlt dann könnte man auch 20€ kombinierte Umwelt/ÖPNV Pauschale zahlen. Wer die flexìbilität des Autos braucht soll dann eben zusätzlich zahlen.

  • 5 Sigi 21.03.2019, 16:29 Uhr

    .......und auf den Straßen dann weniger ????

  • 4 autofahrer 21.03.2019, 12:13 Uhr

    Tolles Angebot. Allerdings ist m. E. Grundvoraussetzung, daß es läuft mit dem ÖPNV. Und das ist leider nicht der Fall. Ich persönlich habe eine tolle Anbindung, wenn es mit dem innerstädtischen Unternehmen und der DB läuft und könnte auch für einen guten Preis mit einem subventionierten Firmenticket fahren. Leider läuft es auch gerne oftmals nicht, entweder von der einen oder der anderen Seite - oder gleich beiden! Dann ist es ganz bitter. Und 30 € mtl. zu den PKW-Kosten dazu, ist auch kein Pappenstiel. Ein Auto bietet halt maximale Flexibilität (außer im Stau, sicher) - das kann der ÖPNV leider nicht, schon gar nicht in ländlicheren Gegenden. Deshalb wird das m. E. auch "floppen". Auch ist das Thema Umwelt- u. Klimaschutz noch nicht in den Köpfen Aller angekommen - geht auch nicht, wenn nun alle Dieselautos verteufelt und verboten werden. Es liegt - wie meistens eigentlich - an falscher, schlechter und realitätsfremder Politik. Und damit war`s das dann...

  • 3 Casy 21.03.2019, 11:42 Uhr

    Ich sehe das auch so. Bei diesem Preis würde ich sofort fast vollständig auf ÖPNV umsteigen. Aktuell kostet mich das günstigste Abo-Ticket 1000 im VRR rund 840 Euro im Jahr. Das bin ich einfach nicht bereit zu zahlen - auch nach Abwegung aller Aspekte nicht. Nehem ich übrigens nur sporadisch ein Ticket, dann kann ich für 360 Euro nicht 360 Tage fahren, sondern lediglich rund 60 Tage... Für mich ganz klar vorteilhaft.. Nur kommt so etwas bei uns nicht....

  • 2 nadja 21.03.2019, 10:50 Uhr

    wird der diebstahl in bussen zunehmen?

  • 1 Der gelbe Graf 21.03.2019, 09:54 Uhr

    Warum geht das nicht auch im VRR? Zu diesem Preis würde ich mein Auto sofort stehen lassen.

    Antworten (1)
    • Pendler 21.03.2019, 12:22 Uhr

      Ich glaube neben Ihnen noch jede Menge andere Leute - aber solange die Bahn unattraktiver und teurer als das Auto bleibt wird kaum jemand wechseln.