Burbach-Prozess: Wachleute belastet

Prozessbeteiligte stehen vor Richtertisch

Burbach-Prozess: Wachleute belastet

Im Burbach-Prozess um die Misshandlung von Flüchtlingen haben am Mittwoch (04.12.2019) zwei Brüder aus Syrien ausgesagt. Sie schilderten Misshandlungen durch Wachleute.

Bei ihren Zeugenvernehmungen vor der Landgericht Siegen haben die beiden Syrer zwei Wachleute wiedererkannt, die in dem Burbacher Flüchtlingslager Dienst hatten. Die Wachleute sind mit vielen anderen wegen Freiheitsberaubung und Körperverletzung angeklagt.

Die Brüder aus Syrien waren nach ihrer Aussage in ein sogenanntes "Problemzimmer" gesperrt worden, weil sie angeblich einen Feuermelder in ihrem Zimmer ausgeschaltet hätten. Der eine Wachmann habe ihnen die Hände auf den Rücken gedrückt und sie festgehalten. Dann seien sie zu dem Zimmer geschubst und dort eingesperrt worden. Der andere Wachmann sei auch nicht gut mit ihnen umgegangen. Dieser andere wurde jetzt bereits von drei Zeugen identifiziert und belastet.

Die Zeugenaussagen könnten für den weiteren Prozess wichtig sein.

Stand: 04.12.2019, 15:38

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