Burbach-Prozess: Erster Freispruch

Burbach-Prozess: Erster Freispruch

  • Beteiligung nicht nachweisbar
  • Zur angeblichen Tatzeit nicht anwesend
  • Im Zweifel für den Angeklagten

Es hat den ersten Freispruch für einen Wachmann im Burbach-Prozess gegeben. Beim heutigen Verhandlungstag (13.03.2019) ging es um die Anklage gegen einen 29-Jährigen Mann wegen Körperverletzung und Freiheitsberaubung in zwei Fällen.

Dienstbücher geben Angeklagtem Recht

Der Angeklagte, ein Student, hatte schon vor Prozess alles abgestritten und das damit begründet, dass er zur angeblichen Tatzeit gar nicht gearbeitet habe. Die Wachdienstbücher, in denen die einzelnen Dienstzeiten stehen, untermauerten seine Behauptung.

Zeuge nicht mehr auffindbar

Allerdings hatte ein ehemaliger Bewohner den Studenten zuvor belastet, daher die Anklage. Aber dieser Zeuge ist nicht mehr auffindbar, er konnte vor Gericht nicht aussagen und andere Zeugen gab es in diesem Fall nicht. Im Zweifel für den Angeklagten, also der Freispruch.

Vor dem Siegener Landgericht sind seit Anfang November mehr als 20 Personen angeklagt. Sie sollen vor fünf Jahren an Misshandlungen in der Burbacher Flüchtlingsunterkunft beteiligt gewesen sein oder davon gewusst haben.

Urteil gegen Ex-Heimleiter aus Burbach

WDR 2 22.01.2019 00:24 Min. Verfügbar bis 22.01.2020 WDR 2

Stand: 13.03.2019, 16:08

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