Nach Nazi-Demo: Bielefelder Bundeswehr-Reservisten kündigen Mitgliedschaft

Bundeswehrsoldat

Nach Nazi-Demo: Bielefelder Bundeswehr-Reservisten kündigen Mitgliedschaft

Zwei mutmaßlich rechtsextreme Bundeswehr-Reservisten aus Bielefeld haben ihre Mitgliedschaft im Reservistenverband gekündigt. Das teilte der Verband auf WDR-Anfrage mit.

Anfang des Monats hatte der Reservistenverband eine interne Prüfung veranlasst. Damals war bekannt geworden, dass der Vorsitzende der Bielefelder Reservisten-Gruppe und ein weiteres Mitglied eine Neonazi-Demo der Partei "Der III. Weg" in Berlin besucht haben sollen.

Fremdenfeindliche Inhalte in sozialen Medien

Das antifaschistische "Recherchekollektiv OWL" hatte im Internet Fotos veröffentlicht, auf denen die beiden mit Shirts zu sehen sind, die mit dem Schriftzug "Division Ostwestfalen" bedruckt sind. Die Bielefelder sollen überdies fremdenfeindliche Inhalte in sozialen Medien geteilt haben.

Reservistenverband empört

Der Reservistenverband in Berlin hatte die Informationen an die Bundeswehr weitergegeben und wollte sie selbst noch prüfen. In dem Verband "ist kein Platz für Extremisten, egal welcher Coleur", hieß es in einer Stellungnahme des Verbandes.

Und weiter: "Es ist traurig und schockierend zugleich, dass einzelne Mitglieder nur vorgeben, für die freiheitlich-demokratische Grundordnung einzustehen und damit tausende Reservistinnen und Reservisten diskreditieren, die sich für unsere offene Gesellschaft engagieren".

KSK mit schmutzigen Elitesoldaten

WDR 5 Polit-WG 04.07.2020 33:07 Min. Verfügbar bis 03.07.2021 WDR 5


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Stand: 17.02.2021, 17:00