Bundespräsident Steinmeier besucht Altena und Arnsberg

Bundespräsident Steinmeier zu Besuch in Altena und Arnsberg

Bundespräsident Steinmeier besucht Altena und Arnsberg

  • Erste Station ist der Burgaufzug
  • Treffen mit Flüchtlingen und Ehrenamtlichen
  • Auch Kritik am Besuch

Erste Station des kurzen Rundganges durch Altena am Dienstag (13.03.2018) war der Aufzug zur Burg. Der sei für die Stadt enorm wichtig, erläutert der Bürgermeister dem Bundespräsidenten. Vor allem, weil er Touristen anzieht, die hoch zur markanten Burg möchten.

Viele Altenaer hatten sich bei dem Dauerregen nicht gezeigt. Nur vereinzelt blieben Neugierige stehen, machten Fotos oder sprachen den Bundespräsidenten an.

Bundespräsident Steinmeier: Dienstreise ins Heimatland

Frank-Walter Steinmeier hat seinen Antrittsbesuch in seinem Heimatland NRW nachgeholt. Der Bundespräsident ist im Kreis Lippe aufgewachsen.

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier (3.v.r) besucht den Döner-Grill in Altena, in dem im vergangenen November Bürgermeister Andreas Hollstein mit einem Messer angegriffen worden war.

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier (3.v.r) hat am Dienstag (13.03.2018) seinen zweitägigen Antrittsbesuch in NRW am Abend bei einem Bürgerempfang in Arnsberg beendet. Zuvor in Altena besuchte er am Nachmittag mit NRW-Ministerpräsident Armin Laschet (am Tisch links) jenen Döner-Grill, in dem im vergangenen November Bürgermeister Andreas Hollstein mit einem Messer angegriffen worden war.

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier (3.v.r) hat am Dienstag (13.03.2018) seinen zweitägigen Antrittsbesuch in NRW am Abend bei einem Bürgerempfang in Arnsberg beendet. Zuvor in Altena besuchte er am Nachmittag mit NRW-Ministerpräsident Armin Laschet (am Tisch links) jenen Döner-Grill, in dem im vergangenen November Bürgermeister Andreas Hollstein mit einem Messer angegriffen worden war.

In der Begegnungsstätte "Burg Holtzbrinck" in Altena traf sich Steinmeier mit Flüchtlingen und ehrenamtlichen Helfern, die bei Sprachproblemen und Behördengängen helfen.

In Dortmund informierte sich Steinmeier (l.) am Mittag gemeinsam mit NRW-Innenminister Herbert Reul (r., CDU) über die Arbeit von jungen Polizisten und Polizistinnen in Problembereichen wie der Nordstadt oder bei Fußballspielen.

In Duisburg besuchte das Staatsoberhaupt am Dienstagvormittag eine Grundschule im Stadtteil Marxloh, in dem mehrheitlich Ausländer leben.

In einem Gespräch mit Duisburgs Oberbürgermeister Sören Link informierte er sich anschließend über die besonderen Probleme in dem Stadtteil - unter anderem über den Umgang der Stadt mit Schrottimmobilien.

Bei einem Rundgang im Stadtteil Marxloh informierten sich Bundespräsident Steinmeier und seine Frau Elke Büdenbender (3.v.l.) auch über die Tätigkeit der Task-Force "Problemimmobilien".

Später am Vormittag besuchte er noch ein für den Stadtteil typisches Brautmodengeschäft. Im weiteren Tagesverlauf will der Bundespräsident im sauerländischen Altena mit Flüchtlingsfamilien und Ehrenamtlichen sprechen. Das zweitägige Programm endet am Dienstagabend mit einem Bürgerempfang in Arnsberg.

Begonnen hatte Steinmeier seinen Antrittbesuch am Montag (12.03.2018). Er wurde zusammen mit seiner Frau Elke Büdenbender vor der Staatskanzlei in Düsseldorf von Ministerpräsident Armin Laschet (l., CDU) begrüßt.

Auf dem roten Teppich wartete auch Ehefrau Susanne Laschet (l.) auf die Gäste.

Vor dem Bundespräsidenten lag ein straffes Programm.

Neben politischen Gesprächen und repräsentativen Terminen gab es auch einige zeremonielle Pflichten.

Zum Beispiel ein Eintrag im Gästebuch der Landesregierung.

Der Düsseldorfer Oberbürgermeister Thomas Geisel (SPD) übergab ihm eine Skulptur in Form eines Radschlägers, dem Düsseldorfer Wahrzeichen.

Am Montag besuchten Steinmeier und seine Frau außerdem die RWTH Aachen, wo ihnen unter anderem Professor Günther Schuh das Elektroauto e.GO Life vorstellte. Der Produktionsforscher erläuterte, wie das Unternehmen e.GO Mobile AG das Netzwerk aus Wissenschaft und Wirtschaft auf dem RWTH Aachen Campus nutzt.

Treffen mit Flüchtlingen

Bundespräsident Steinmeier zu Besuch in Altena und Arnsberg

Bundespräsident Steinmeier und seine Frau treffen Flüchtlinge

In der Burg Holtzbrink traf Steinmeier anschließend Flüchtlinge und Kümmerer. Also die ehrenamtlichen Helfer, die den Flüchtlingen bei Sprachproblemen oder Behördengängen helfen. Bürgermeister Hollstein erklärt dem Bundespräsidenten, wie die Zusammenarbeit abläuft und wie wichtig das ehrenamtliche Engagement für die Integration der Flüchtlinge ist.

Lob und Kritik

Die Reaktionen auf den Besuch des Bundespräsidenten waren vorher sehr unterschiedlich. Unternehmer wie Fabian Schmidt sahen es als große Ehre an, "wenn der Bundespräsident in eine kleine Stadt wie Altena kommt". Damit würde die vielfach ausgezeichnete Arbeit gewürdigt, so Schmidt

Es gab aber auch vereinzelt Kritik an dem Besuch des Bundespräsidenten. Probleme wie zum Beispiel die schlechten Straßen und die vielen leerstehenden Geschäfte würden kaum angesprochen, klagten einige Anwohner: "Hier wird wieder alles abgesperrt, wenn er kommt. Aber das Wichtige, unsere Straßen, da guckt wieder kein Mensch nach."

Bundespräsident Steinmeier zu Besuch in Altena und Arnsberg

Die Fahrzeugkolonne beim NRW-Antrittsbesuch

Am Abend besucht Frank-Walter Steinmeier noch Arnsberg. Hier gibt es einen Bürgerempfang beim Regierungspräsidenten.

Stand: 13.03.2018, 17:16