Ärztemangel: Neustart für Bielefelder Ü-60 Mediziner

Ein Arzt mit Stethoskop

Ärztemangel: Neustart für Bielefelder Ü-60 Mediziner

  • Hoffnung, dass junge Ärzte nachrücken
  • "Nachwuchs- Mediziner wollen lieber im Team arbeiten"
  • Ärzte fordern städtische Bürgschaft

Drei Bielefelder Mediziner kämpfen gegen den Ärztemangel. Anstatt in Pension zu gehen, wollen die Über-60-Jährigen eine neue Gemeinschaftspraxis eröffnen. Sie hoffen, dass später nach und nach junge Mediziner nachrücken. So wäre die ärztliche Versorgung auf Dauer gewährleistet. Die Mediziner glauben, dass junge Ärzte eher eine Nachfolge antreten, wenn sie in einer Gemeinschaftspraxis im Team arbeiten können.

Keine Nachfolge gefunden

Die Idee ist aus der Not geboren: Keiner der drei Über-60-Jährigen hatte einen Nachfolger für die eigene Praxis gefunden. In der Gemeinschaftspraxis sehen sie eine Lösung, langfristig den Nachwuchs anzulocken. Die Mediziner haben dafür die Stadt Bielefeld um Hilfe gebeten. Sie fordern eine Bürgschaft für den Mietvertrag einer gemeinsamen Praxis.

Entscheidung steht noch aus

Falls das Projekt scheitert, müsste in diesem Fall die Stadtverwaltung die ausstehende Miete bezahlen. Die Stadt Bielefeld hat Pläne Bürgschaften zur Verbesserung der Arztsituation zu übernehmen. Die Entscheidung der Politik über das entsprechende Konzept steht allerdings noch aus.

Stand: 27.02.2019, 11:49