Büren: Tausende Krankenakten in verlassener Klinik bleiben ungesichert

Patientenakten in einem verlassenen Krankenhaus in Büren

Büren: Tausende Krankenakten in verlassener Klinik bleiben ungesichert

Tausende Krankenakten bleiben in der verlassenen Klinik. Das Oberverwaltungsgericht Hamburg hat am Freitag erneut eine Beschwerde zurückgewiesen.

Ein Youtuber hatte die offen herumliegenden alten Patientenakten und Röntgenbilder im Mai in einem ehemaligen, verlassenen Krankenhaus in Büren gefunden - und darüber berichtet. Der Fall machte bundesweit Schlagzeilen. Die Immobilie in Büren gehört einer Hamburger Gesellschaft.

Datenschutzbehörde: Akten sofort sichern

Die Datenschutzbehörde in Hamburg ordnete nach Bekanntwerden des Falls an, die vertraulichen Papiere sofort zu sichern; etwa in einer medizinischen Einrichtung. Doch dagegen klagte die Eigentümer-Gesellschaft. Das Oberverwaltungsgericht gab der Gesellschaft in zweiter Instanz Recht.

Klinik-Eigentümer: Dokumente lagern nur

Die Datenschutzbehörde nimmt das Urteil jetzt hin und hat am Freitag (23.10.2020) angekündigt, nicht in Revision zu gehen.

Die Eigentümer der Klinik argumentieren, dass die Daten nur gelagert würden, nicht aber verarbeitet. Auch gehe man davon aus, dass die Behörden vor Ort das Gebäude absicherten. Das geschieht auch.

In der Vergangenheit haben immer wieder Personen versucht, in das Gebäude einzudringen, um Akten mitgehen zu lassen.

Stand: 26.10.2020, 15:26