A45-Talbrücke Rinsdorf kurz vor der Sprengung

Stand: 28.01.2022, 15:28 Uhr

72 Meter ist die Autobahnbrücke hoch. Noch nie wurde eine so mächtige Brücke in Deutschland gesprengt. Die Vorbereitungen laufen nach Plan.

Von Fritz Sprengart

Von der Talbrücke Rinsdorf steht nur noch das Gerippe. Von unten kann man durch große Löcher in der Brücke in den Himmel schauen. Gut 6.000 Tonnen Fahrbahn wurden schon herausgebrochen.

Auch nach 40 Jahren noch aufgeregt: Sprengmeister Michael Schmidt | Bildquelle: WDR/Markus Krczal

Doch auch so bleibt es für Sprengmeister Michael Schneider eine enorme Herausforderung die Brücke, „zu Boden zu bringen.“ Denn die neu gebaute Brücke neben dem alten maroden Teil darf bei der Sprengung nicht beschädigt werden. „Ich bin immer noch aufgeregt. Auch nach über 40 Jahren Berufserfahrung“, sagt Schneider. „Aber ich schlafe trotzdem ganz gut.“

Arbeiten liegen im Zeitplan

Die Kollegen von Michael Schneider bohren in die Pfeiler der Brücke Sprenglöcher. Schon seit Tagen. Trotz teilweise recht heftiger Regenfälle. „So ist das Arbeiten natürlich unangenehm.“, sagt Schneider. „Viel schlimmer wäre aber heftiger Frost. Denn wir bohren mit Wasser. Und zwar 35 Meter über der Erde."   

Nebel könnte noch zu Verzögerung führen

Bislang spielt das Wetter also mit. Das könnte sich aber am Tag der Sprengung schlagartig ändern. „Starker Nebel wäre natürlich sehr ungünstig.“, erklärt Sprengmeister Schneider. „Wenn man nichts sieht, kann man nicht sprengen. Dann müssen wir verschieben. Allerdings nur um ein paar Stunden.

Der WDR überträgt die Sprengung am 06. Februar ab 10.25 Uhr live im Fernsehen.