Elmar Brok kandidiert nicht für EU-Parlament

Elmar Brok, 15.09.2015

Elmar Brok kandidiert nicht für EU-Parlament

  • Elmar Brok (CDU) tritt nicht mehr zur Europawahl an
  • Keine Kampfabstimmung um sicheren Listenplatz
  • Abschied vom EU-Parlament nach fast 40 Jahren

Elmar Brok, dienstältester EU-Parlamentarier, wird bei der Landesvertreterversammlung der NRW-CDU am Samstag (28.01.2019) nicht zur Wahl um einen aussichtsreichen Listenplatz für die Europawahl antreten.

Elmar Brok verzichtet

Mittagsecho 21.01.2019 03:10 Min. WDR 5

Ende der Parlamentskarriere nach fast 40 Jahren

"Nun soll es gut sein", stellt der 72-Jährige am Montag (21.01.2019) fest. Und: Europa sei sein Lebenstraum, er werde weiter "fokussierter für Europa und die CDU kämpfen, auch in diesem Wahlkampf".

Nachdem Brok vom Vorstand seines CDU-Landesverbands keinen Listenplatz für die EU-Wahl bekommen hatte, behielt er sich vor, auf der Landesdelegierten-Versammlung in Siegburg um einen aussichtsreichen Listenplatz zu kandidieren.

Dankbarkeit für Zuspruch und Unterstützung

Dem WDR sagte Brok am Montag (21.01.2019), dass er über Landes- und Parteigrenzen hinaus viel Zuspruch für eine Kampfabstimmung bekommen hätte. "Das gab mir das Gefühl, dass ich gewinnen würde, wenn ich kandieren würde, das war noch einmal eine Verführung, der ich dann widerstanden habe."

Europa-Profi seit vierzig Jahren

Elmar Brok sitzt seit 1980 im Europaparlament und ist in Straßburg der dienstälteste Abgeordnete. Er ist Brexit-Beauftragter der EVP-Fraktion, stellvertretender Vorsitzender der Christlich Demokratischen Internationalen und wurde in den Vorstand der Europäischen Volkspartei gewählt.

Ostwestfalen-Lippe stellt neuen Kandidaten auf

Broks Heimatverband, der NRW-Bezirksverband Ostwestfalen-Lippe, war offenbar in Broks Pläne nicht eingeweiht. Die Partei sei von Broks Ankündigung überrascht worden, aber man akzeptiere seine Entscheidung, sagte der stellvertretende Bezirksvorsitzende Tim Ostermann. Anstelle von Brok will Ostwestfalen-Lippe einen neuen Kandidaten ins Rennen schicken. Über mögliche Namen konnte Ostermann noch nichts sagen.

Stand: 21.01.2019, 17:45