Britische Armee will den Truppenübungsplatz Senne weiter nutzen

Blühendes Heidekraut in der Senne

Britische Armee will den Truppenübungsplatz Senne weiter nutzen

Die britische Armee will den Truppenübungsplatz Senne in Zukunft weiter nutzen. Das teilten der Kreis und die Stadt Paderborn am Freitag (13.07.18) mit.

Auch nach dem Truppenabzug bis zum Jahr 2020 sollen am Standort Paderborn 200 Soldaten bleiben. Eine gute Nachricht, sagt Paderborns Bürgermeister Michael Dreier. Auch Landrat Manfred Müller glaubt, dass so auch künftig Naturschutz und Militär in der Senne in Einklang gebracht werden können. Das NRW-Umweltministerium betont, dass viele bedrohte Tiere und Pflanzen sich gerade in dieser militärischen Sperrzone wohlfühlten.

Naturschützer skeptisch

Das sieht auch der Förderverein Nationalpark Senne so, bleibt aber trotzdem skeptisch. Denn noch sei völlig unklar, ob der Truppenübungsplatz in Zukunft noch komplett genutzt werde. Und wenn Flächen frei werden sollten, müssten diese auf jeden Fall geschützt werden.

NRW-Landesregierung gegen Nationalpark

Naturschützer fordern schon länger den Schutz der Senne vor wirtschaftlicher Nutzung, wenn das Gebiet eines Tages nicht mehr militärisch genutzt wird. Zuletzt überreichten sie am Donnerstag (12.07.2018) über 15.000 Unterschriften für einen Nationalpark Senne an NRW-Wirtschaftsminister Andreas Pinkwart. Die NRW-Landesregierung will in einem geänderten Landesentwicklungsplan nicht mehr festschreiben, dass aus dem Truppenübungsplatz ein Nationalpark werden soll. Dessen Errichtung wurde bereits 1991 im NRW-Landtag beschlossen.

Stand: 13.07.2018, 18:10