Studie: Ungeregelter Brexit bedroht Jobs in NRW

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Studie: Ungeregelter Brexit bedroht Jobs in NRW

  • Studie: Deutschland von ungeregeltem Brexit besonders betroffen
  • Viele Stellen im Märkischen Kreis gefährdet
  • Studie erfasst keine möglichen positiven Effekte

Einer Studie zufolge ist Deutschland das Land, das von einem ungeregelten Austritt Großbritanniens aus der EU am stärksten betroffen wäre. Laut einer Untersuchung des Leibniz-Instituts für Wirtschaftsforschung Halle (IWH) und der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg, über die die "Welt am Sonntag" (10.02.2019) berichtete, wären die Arbeitsplätze von mehr als 100.000 Menschen bedroht.

703 Stellen im Märkischen Kreis gefährdet

Durch einen Brexit ohne Abkommen seien auch Stellen in Nordrhein-Westfalen gefährdet. Etwa im Märkischen Kreis, wo viele mittelständische Unternehmen mit Auslandsgeschäft sitzen. Die Urheber der Studie haben errechnet, dass dort 703 Stellen oder 0,3 Prozent der Beschäftigten potenziell bedroht seien.

Die Simulation der Wissenschaftler erfasse nur Jobeffekte, die auf den daraus folgenden Exporteinbruch zurückzuführen seien, heißt es. Weitere Brexit-Gefahren für den Arbeitsmarkt, etwa sinkende Investitionsbereitschaft, bilde sie nicht ab. Zudem lässt die Studie auch mögliche positive Effekte eines Brexits außer Acht.

Stand: 10.02.2019, 17:49

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