Schnelles Surfen in Südwestfalen lahmt teils

Wie schnell "surft" Südwestfalen? 03:55 Min. Verfügbar bis 10.10.2020

Schnelles Surfen in Südwestfalen lahmt teils

  • Schnelles Internet noch nicht überall in Südwestfalen
  • Baufirmen haben kaum noch Luft
  • Suche nach alternativem Breitbandausbau

Surfen mit mindestens 50 Megabit pro Sekunde - nicht überall in Südwestfalen ist das schon möglich. Obwohl viel Fördergeld fließt, gibt es beim Ausbau-Tempo schneller Internetverbindungen per Glasfaser große Unterschiede, berichtet der WDR am Donnerstag (10.10.2019).

In Schalksmühle oder Kierspe etwa ist das Netz nach wie vor langsam, zeigt der Breitbandatlas des Bundes. Das ist besonders für Firmen ein Problem.

In Siegen-Wittgenstein und Olpe soll es dagegen bis Ende des Jahres fast überall Glasfaserverbindungen geben. Die beiden Kreise hatten als erste Fördergelder bekommen. Bis die drei anderen Kreise an der Reihe sind, dauert es aber noch.

Keine Garantie für schnellen Ausbau

Stefan Glusa

"Am Geld liegt's nicht", sagt Stefan Glusa, Geschäftsführer der Telekommunikationsgesellschaft Südwestfalen (TKG). Wie schnell gebaut werde, garantiere keiner. Das liegt auch an den Tiefbaufirmen.

Weil derzeit überall im Land gebuddelt wird, haben sie kaum noch Kapazitäten. "Je mehr Förderverfahren gleichzeitig auf den Markt kommen, desto mehr konkurrieren wir mit anderen Regionen."

35.500 Anschlüsse im Bau

Der TKG-Geschäftsführer sagt, der Breitbandausbau brauche Zeit. Aktuell würden 35.500 Anschlüsse gebaut. Glusa schätzt, dass der flächendeckende Ausbau noch etwa zwei Jahre dauert.

Deshalb sucht die TKG nach alternativen Methoden, Glasfaserkabel zu verlegen: Beispiele sind oberirdische Leitungen oder schmale Schlitze in Straßen oder Banketten. "In den Kommunen stößt das aber noch auf Skepsis", weiß Glusa.

Stand: 10.10.2019, 09:50