Corona bremst Breitband-Ausbau im Märkischen Kreis

Breitbandausbau

Corona bremst Breitband-Ausbau im Märkischen Kreis

  • Nur jeder vierte Betrieb beantragt schnelles Internet
  • Kleine Unternehmen scheuen Kosten
  • Kunden wollen verstärkt Online-Kontakte

Beim Breitbandausbau im Märkischen Kreis gibt es ein großes Gefälle zwischen Privathaushalten und Gewerbetreibenden. Wie der Kreis mitteilt, hat bislang nur jeder vierte Betrieb im Märkischen Sauerland schnelles Internet beantragt. Für Privathaushalte ist der Anschluss kostenlos. Unternehmen müssen rund 800 Euro zahlen.

Kleinunternehmern fehlt Geld

Vor allem für kleine Unternehmen, die in der Corona-Krise ohnehin wirtschaftliche Probleme haben, sei das viel Geld, erklärte die Südwestfälische Industrie- und Handelskammer. Veranstaltungstechniker, Nagelstudios oder Friseure haben hohe Verluste gemacht und kaum noch finanzielle Mittel.

Kunden wollen mehr Kontakt über`s Netz

Ein weiteres Problem aus Sicht der Kammer: einige Firmen hätten immer noch nicht die Chancen der Digitalisierung erkannt. Wer jetzt den Anschluss verliert, werde es schwer haben. Denn viele Kunden hätten sich durch die Corona-Auflagen daran gewöhnt, sich bei den Firmen online zu informieren, in Videokonferenzen miteinander zu diskutieren oder in Internetshops bestellen zu können.

Stand: 12.07.2020, 18:58