OWL-Brauereien trotzen der Bier-Absatzkrise

Ein Glas Bier auf dem Tresen einer Bar

OWL-Brauereien trotzen der Bier-Absatzkrise

  • OWL-Brauereien mit Bierverkauf zufrieden
  • Trends: Bier-Events und Regionalität
  • Zahl der Kleinstbrauereien steigt

Die Brauereien in Ostwestfalen-Lippe behaupten sich erfolgreich am Markt, obwohl der bundesweite Bierkonsum zuletzt gesunken ist. Das ergaben WDR-Anfragen.

Regionale Brauer zufrieden

"Das vergangene Jahr ist keinesfalls schlecht verlaufen", sagt etwa Friederike Strate von der gleichnamigen Brauerei aus Detmold. Brauereien wie Strate in Detmold oder Barre in Lübbecke zählen zu den mittelgroßen Unternehmen und verkaufen pro Jahr jeweils weit über 100.000 Hektoliter Bier.

Kleine Brauereien setzen auf Bier-Events

Allerdings ist der Bierabsatz bundesweit rückläufig: Laut Statistischem Bundesamt verkauften die Deutschen Brauereien 2019 rund 9,2 Milliarden Liter Bier, fast zwei Prozent weniger als noch im Jahr davor.

In Ostwestfalen-Lippe konkurrieren Familienbetriebe wie Strate zum Beispiel mit der Warsteiner-Gruppe, der die Marken "Herforder" und "Paderborner Pils" gehört. Um sich gegen solche Branchen-Größen auf dem hart umkämpften Bier-Markt behaupten zu können, müssen sich die Kleinen etwas einfallen lassen: So werben sie zum Beispiel nach eigenen Angaben erfolgreich mit Regionalität und setzen auf Events, bei denen viele Besuchergruppen verköstigt werden.

Beliebt: Regionale Biersorten

"Regionale Biere sind gefragt", bestätigt auch Bier-Fachmann Markus Harms aus Herford. Er ist Herausgeber der bundesweiten Fachzeitschrift "Bier und Brauhaus". Der Regio-Trend lasse sich auch daran ablesen, dass die Zahl der Kleinstbrauereien steige.

Stand: 07.02.2020, 11:17