Streit um Brandschutz am Kreisklinikum Lüdenscheid

Streit um Brandschutzmängel 00:33 Min. Verfügbar bis 18.12.2020

Streit um Brandschutz am Kreisklinikum Lüdenscheid

  • Kreisklinikum wehrt sich gegen Aussagen in Gutachten
  • Krankenhaus sollte angeblich geschlossen werden
  • Rund um die Uhr sechs Feuerwehrleute als Brandwache im Einsatz

Es gibt Streit um den Brandschutz im Kreisklinikum Lüdenscheid. Das Krankenhaus wehrt sich nach WDR-Informationen gegen ein Gutachten der städtischen Bauaufsicht. Danach könnte es im Brandfall womöglich viele Todesopfer geben.

Erhebliche Meinungsunterschiede

Das Kreisklinikum weist die Vorwürfe zurück. Ein von der Klinik Beauftragter Brandexperte kommt zu einem entgegengesetzten Urteil. Das haben dem Krankenhausmitarbeiter dem WDR bestätigt.

Feuerwehrkleidung Symbol

Es sind erhebliche Meinungsunterschiede über die Brandgefahr und die möglichen Folgen eines Feuers im Kreisklinikum Lüdenscheid. Die Stadt und deren Bauaufsicht wollten das Haus mit 900 Betten angeblich sogar aufgrund des strittigen Gutachtens zwischenzeitlich schließen lassen. Das haben Klinikmitarbeiter dem WDR mitgeteilt.  

Brandwache kostet viel Geld

Das allerdings hätte die Gesundheitsversorgung im gesamten Märkischen Kreis gefährdet. Stattdessen müssen jetzt rund um die Uhr sechs Feuerwehrleute Brandschutzwache im Klinikum halten.

Aber auch dagegen wehrt sich das Krankenhaus und geht juristisch  gegen die Verfügung der Stadt vor. Immerhin entstehen durch die personalintensive Brandwache monatliche Kosten von gut  200.000 Euro. 

Experten des NRW-Innenministeriums sollen jetzt in dem Streit vermitteln. Das Klinikum muss zudem Technikräume besser schützen, damit ein mögliches Feuer nicht auf das gesamte Krankenhaus übergreifen kann. 

Stand: 18.12.2019, 08:49