Staatsschutz ermittelt nach Brandanschlag in Ahlen

Geschwärzte Hauswand, darunter Schaufenster, rechts parkendes Auto

Staatsschutz ermittelt nach Brandanschlag in Ahlen

  • Brandanschlag auf türkischen Kulturverein in Ahlen
  • Ermittlungen des Staatsschutzes dauern an
  • Ahlener sollen mit "Grauen Wölfen" sympathisieren

Nach dem Brandanschlag auf einen türkischen Kulturverein in Ahlen dauern die Ermittlungen des Staatsschutzes an. Laut Innenministerium soll der Ahlener Verein mit den Zielen der sogenannten Grauen Wölfe sympathisieren, einer Bewegung türkischer Ultranationalisten.

Hintergründe des Brandanschlags noch unklar

Ein entsprechendes Logo einer gemeinsamen Dachorganisation sei in dem Fenster des Ahlener Vereinsgebäudes gezeigt worden. Es sei aber ungewiss, ob der Verein deshalb in der Nacht zu Montag (12.03.2018) Ziel des Anschlags war, so der Staatsschutz in Münster.

Unbekannte hatten eine Art Brandsatz gegen das Gebäude geworfen. Hierbei wurde die Fassade durch Ruß beschädigt. Verletzt wurde niemand.

Brandsatz gegen Hausfassade geschleudert

Die Ermittler sicherten am Montag Spuren, befragten Zeugen. Nach Angaben von Anwohnern sollen um kurz nach zwei Uhr vermummte Männer den Brandsatz auf die Fassade des Vereins geschleudert haben. Die Zeugen löschten die Flammen. Die Täter seien unerkannt mit dem Auto entkommen. Auch in ein vor dem Haus abgestelltes Auto warfen die Täter einen Brandsatz, der allerdings nicht zündete.

Zusammenhang zu anderen Brandanschlägen?

Die Polizei prüft nun, ob es einen Zusammenhang zu anderen Angriffen auf türkische Einrichtungen gibt.

Bundesweit sind in den vergangenen Tagen Moscheen und türkische Einrichtungen angegriffen worden. So auch in Meschede im Sauerland, Berlin, Lauffen bei Heilbronn und im schleswig-holsteinischen Itzehoe. Bei all diesen Angriffen ist der Hintergrund noch nicht eindeutig geklärt, ein Zusammenhang mit der türkischen Militäroffensive gegen Kurden in Nordsyrien aber zumindest möglich.

Stand: 14.03.2018, 06:30