Hausbrand in Rheine: Mutmaßlicher Brandstifter festgenommen

Hausbrand in Rheine: Mutmaßlicher Brandstifter festgenommen

  • Seit Sonntag in Untersuchungshaft
  • 47-Jähriger soll Feuer vorsätzlich gelegt haben
  • Streit als mögliches Tatmotiv?

Nachdem am Samstagmorgen (28.12.2019) bei einem Wohnhausbrand in Rheine im Münsterland fünf Menschen verletzt wurden, ist ein 47-jähriger Nachbar festgenommen worden. Nach Polizeiangaben soll der Mann das Feuer vorsätzlich gelegt haben. Der Mann wurde am Sonntag einem Haftrichter vorgeführt. Dieser habe Haftbefehl erlassen und die sofortige Untersuchungshaft angeordnet, teilten Staatsanwaltschaft und Polizei am Montag (30.12.2019) mit. 

Beschuldigter schweigt bislang

Die Staatsanwaltschaft in Münster geht davon aus, dass es in dem Mehrfamilienhaus wohl schon öfter Streit gegeben hat. Sie prüft nun, ob sich daraus ein Tatmotiv ergibt. Der 47-Jähriger, der selber zu den Verletzten gehört, bestreitet den Angaben zufolge aber die Aussage. Gegen ihn wird wegen versuchten Mordes und schwerer Brandstiftung ermittelt.

Feuer brach im Anbau aus

Ein Brandsachverständiger habe bestätigt, dass es sich um Brandstiftung handele. Das Feuer war den Angaben zufolge in der Nacht zu Samstag in einem Anbau des Hauses ausgebrochen.

Als die Retter eintrafen, drang bereits dichter Rauch aus einer Wohnung. Die Feuerwehr löschte die Flammen und rettete die Bewohner über eine Leiter. Sanitäter versorgten die Verletzten und brachten sie ins Krankenhaus.

Stand: 30.12.2019, 12:35