Sechs Verletzte bei Hochhausbrand in Rheda-Wiedenbrück

Sechs Verletzte bei Hochhausbrand in Rheda-Wiedenbrück

  • Silvesterrakete löst Feuer auf Balkon aus
  • Vier Monate altes Baby unter den Verletzten
  • Feuerwehr löst Großalarm aus

Eine verirrte Silvesterrakete ist in Rheda-Wiedenbrück (Kreis Gütersloh) in der Neujahrsnacht in die sechste Etage eines Hochhauses eingeschlagen und hat einen Brand auf einem Balkon ausgelöst, der schnell auf die Küche einer Wohnung übergriff.

Der Bewohner (34) hörte das Klirren des Balkonfensters und brachte sich in Sicherheit. Er und fünf weitere Nachbarn, darunter ein vier Monate altes Baby, mussten mit Verdacht auf eine Rauchgasvergiftung in Krankenhäusern behandelt werden, teilte ein Polizeisprecher am Dienstag (01.01.2019) mit.

Hochhaus wird vorübergehend komplett geräumt

Dass nichts Schlimmeres passiert ist, sei der schnellen Alarmierung der Feuerwehr zu verdanken und der Tatsache, dass diese schnell vor Ort war, sagte Einsatzleiter Christian Kottmann von der Feuerwehr Rheda-Wiedenbrück. So hätte man bereits um 0.22 Uhr - keine zehn Minuten nach der ersten Alarmierung - den Großalarm zum "Massenanfall von Verletzten" (MANV) auslösen können. Die Brandschützer waren mit den Löschzügen aus Rheda und Wiedenbrück im Einsatz.

Das Hochhaus musste laut Kottmann vorübergehend komplett geräumt werden. Die Bewohner hätten sich während der Evakuierung unter anderem in einem vom DRK aufgebauten Zelt aufhalten können. Die Wohnung, in der das Feuer ausbrach, sei komplett zerstört, alle übrigen Wohnungen des Hochauses seien nicht beschädigt worden.

Stand: 01.01.2019, 13:55