"Begiftetes" Holz gegen Borkenkäferplage

Ein Holzstapel im Wald, auf dem in Neonschrift begiftet steht

"Begiftetes" Holz gegen Borkenkäferplage

  • Gift auf Sturmholz
  • Chemie nicht gefährlich für Menschen
  • Letzte Lösung gegen Borkenkäfer

Ein Holzstapel an einer prominenten Wanderstrecke mit der Neonschrift "begiftet" - so gesehen "Am Kneippweg" in Olsberg im Hochsauerland. Das fällt auf und Spaziergänger fragen sich direkt, ob das nicht für Menschen und Natur gefährlich ist? Nein, heißt es zumindest von Wald und Holz NRW.

Nicht gefährlicher als andere Mittel in der Landwirtschaft

Dieses Schädlingsbekämpfungsmittel sei nicht gefährlicher als das, was Landwirte auf die Felder sprühen. Chemie sei auch die letzte Lösung gegen Borkenkäfer, betonen die Förster.

Und es werde nur deshalb eingesetzt, weil nach Orkantief "Friederike" im Januar 2018 immer noch viel Sturmholz in den Wäldern liegt. Dieses tote Holz gilt als bruttaugliches Material für den Borkenkäfer.

Zu wenig Fachkräfte für Abtransport

Die Forstämter stehen unter Druck: Gerade jetzt wo der Borkenkäfer auf dem Vormarsch ist, müsste das Sturmholz schnell aus dem Wald geschafft werden. Bei der Logistik kommt es aber zu Engpässen, so das Forstamt Schmallenberg. Es gebe zu wenig Fahrer für den Abtransport des Holzes.

Auch gesunde Bäume gefährdet

Weitere Problematik: Weil es in den letzten Wochen sehr heiß und trocken war, sind in diesem Sommer auch gesunde Bäume vom Borkenkäfer gefährdet. Durch den Wassermangel haben sie nicht mehr genügend Abwehrkräfte, um sich vor einem Angriff schützen zu können.

Stand: 22.08.2018, 07:57