Nach Bombenfund in Dorsten: Bombe gesprengt

Ausschnitt eines Bauernhofes mit Einsatzfahrzeugen der Feuerwehr und einem Shuttle-Bus.

Nach Bombenfund in Dorsten: Bombe gesprengt

Bei Bauarbeiten in Dorsten wurde am Mittwoch eine 250 Kilogramm schwere Weltkriegsbombe entdeckt. Eine Entschärfung war nicht möglich. Die Bombe musste gesprengt werden.

In Dorsten mussten deshalb rund 600 Menschen für rund sechs Stunden in Sicherheit gebracht werden. Die Fliegerbombe aus dem Zweiten Weltkrieg war in fünf Metern Tiefe entdeckt worden.

Hochgefährlicher Langzeitzünder

Lautsprecherwagen fuhren durch die Straßen des Ortsteils Altendorf-Ulfkotte und warnten die Bewohner. Nach Angaben der Stadt Dorsten handelte es sich um einen hochgefährlichen Langzeit-Zünder an der Bombe. Daher hatte der Krisenstab entschieden, sofort zu evakuieren.

Blindgänger äußerst gefährlich

Querschnitt durch zwei Bombenzünder: oben ein britischer Langzeitzünder, unten ein amerikanischer Aufschlagzünder

Ist es ein Aufschlagzünder oder ein Langzeitzünder?

Bomben mit solchen Langzeit- oder auch Säurezündern gelten aufgrund von Alterungsprozessen als äußerst gefährlich. Diese Blindgänger dürfen auf keinen Fall in ihrer Lage verändert werden.

Kontrollierte Sprengung am Abend

Die Menschen, die aus Sicherheitsgründen ihre Wohnungen verlassen mussten, konnten per Shuttlebus zu einer Notunterkunft fahren. Die Bombe selbst wurde vor der Sprengung unter 30 Tonnen Sand begraben, um Schäden an Gebäuden möglichst zu verhindern. Gegen 20.20 Uhr am Mitwochabend wurde die Bombe dann kontrolliert zur Explosion gebracht.

Stand: 04.08.2021, 21:19