Blutkonserven werden bei der WM knapper

Blutkonserve

Blutkonserven werden bei der WM knapper

Von Corina Wegler

  • Sportevents bremsen Spendebereitschaft
  • 15 Prozent Blut fehlen schon jetzt
  • Weltblutspendetag: Junge Spender im Fokus

Der Blutspendedienst fürchtet, dass die Blutvorräte durch die Fußball-WM schrumpfen. Der Grund: Bei Sport-Großevents gehen weniger Menschen zur Blutspende. 

WM sorgt für geringere Teilnahme

Schon jetzt sind die Blutreserven knapp: Der Blutspendedienst West in Hagen versorgt täglich Krankenhäuser in NRW, Rheinland-Pfalz und dem Saarland mit 3000 Blutkonserven. Sicherheitshalber will er das Vierfache dieser Tagesmenge als Vorrat vorhalten. Doch das gelingt nicht mehr.

Das Bild zeigt einen Arm von einer Person, die Blut spendet.

Bis zu 15 Prozent weniger Blut als geplant sind jetzt im Depot. Und in den nächsten Wochen wird es voraussichtlich noch enger: Erst bleiben die Spender wegen des Fußballs zuhause, dann kommt das Sommerloch. Fernseher bei der Blutspende aufzustellen, hilft nicht. So die Erfahrung.

Besonders gefragt: 0 Rhesus negativ

Besonders eng ist es bei der Universalblutgruppe 0 Rhesus negativ. Dieses Blut wird von Patienten aller anderen Blutgruppen vertragen. Und kann daher gerade im Notfall, wenn es um Sekunden geht, Leben retten. Das Problem: Nur gut sechs Prozent der Bevölkerung haben diese Blutgruppe.

Beim Weltblutspendetag am Donnerstag (14.06.2018) wird für die Blutspende geworben. Besonders junge Spender sollen durch die Kampagne „Missing type“ angesprochen werden. Daran beteiligen sich prominente Sportvereine und Unternehmen: Sie lassen aus ihren Firmenlogos die Buchstaben A, B und O weg und wollen so auf die fehlenden Blutspender aufmerksam machen.  

Stand: 14.06.2018, 07:09