Bombe in Coesfeld am Mittag entschärft

Die entschärfte Bombe, dahinter hocken drei Mitarbeiter des Kampfmittelbeseitigungsdienstes

Bombe in Coesfeld am Mittag entschärft

  • Entwarnung kam kurz nach 14 Uhr
  • Zahlreiche Gebäude evakuiert
  • Rund 2000 Menschen betroffen

In der Coesfelder Innenstadt ist am Montagmittag (19.02.2018) eine Bombe aus dem Zweiten Weltkrieg entschärft worden. Die Entwarnung kam um 14.20 Uhr. Zuvor waren weite Teile der City evakuiert worden. Der Blindgänger war am vergangenen Mittwoch bei Routine-Untersuchungen entdeckt worden. In den Stunden vor der Entschärfung kam das öffentliche Leben in der Stadt weitgehend zum Erliegen.

Evakuierung schon morgens gestartet

Die Evakuierung in der Coesfelder Innenstadt lief am Vormittag nach Plan. Rund 1.700 Menschen mussten ab 9 Uhr ihre Häuser verlassen, darunter auch rund 100 Bewohner eines Altenheimes.

Auf einer Leinwand sieht man den Radius der Evakuierung in Coesfeld. Im Raum sitzen Einsatzkräfte der Feuerwehr und Polizei

Lagezentrum der Evakuierung in Coesfeld

Außerdem blieben fünf Schulen und zwei Kindergärten zu. Ab 12 Uhr waren dann auch Polizei, Stadt- und Kreisverwaltung, Finanzamt, Arbeitsagentur und das Amtsgericht geschlossen.

Stadt hatte Hotline eingerichtet

Für alle, die ihre Wohnungen oder Arbeitsplätze verlassen mussten, hatte das Deutsche Rote Kreiz eine Betreuungsstelle am Pictorius-Berufskolleg eingerichtet. Für Bürgerfragen schaltete die Stadt eine Hotline frei.

Großer Evakuierungsradius

Auf einer Karte wird die Evakuierungzone für eine Bombenentschärfung durch einen roten und einen blauen Kreis skizziert

Evakuiert wurde im Radius von 500 Metern rund um den Fundort. Der Sicherheitsbereich war noch mal um 250 Meter weiter gefasst. Hier durfte sich während der Entschärfung niemand im Freien aufhalten. Davon betroffen waren unter anderem die Coesfelder Christophorus-Kliniken. Für Notfälle gab es hier einen Shuttle-Transfer.

Stand: 19.02.2018, 14:27